Der Begriff des Montageservice ist breit gefächert. Monteure befassen sich mit der Montage und Demontage, dem Service und der Reparatur von Industriemaschinen, technischen Geräten und Bauteilen. Das Einsatzgebiet von Monteuren ist vielfältig. Dabei sind Geschicklichkeit und ein gutes Händchen beim Zusammenbauen beispielsweise von Möbeln und ähnlichem wichtig.

Die Anzahl der selbstständigen Monteure lässt sich global nicht ermitteln, da es unterschiedliche Bezeichnungen für das Aufgabengebiet gibt. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich ein Montageservice lohnt. Dies liegt an der älter werdenden Gesellschaft und dem in der Regel kleiner werdendem Freundeskreis. Viele Menschen sind daher nicht in der Lage anstehende Montagearbeiten in eigener Regie durchzuführen.

Die Konkurrenz- und Marktlage richtig einschätzen

Montage ist ein weites Feld, daher sollten Gründer genau festlegen, welche Arbeiten sie durchführen wollen und können. Das vorhandene Angebot und die Nachfrage ermitteln sie am besten, indem sie einschlägige Internetportale und Kleinanzeigen durchforsten.

Folgende Fragen sollten sich Gründer vor dem Start in die Selbständigkeit beantworten können:

  • Wie viele Menschen suchen im geplanten Einzugsbereich welche Montagearbeiten?
  • Wie viele Betriebe gibt es in der Region, die entsprechende Arbeiten anbieten?
  • Welche Qualifikationen sind vorhanden?
  • Welches Leistungsspektrum kann angeboten werden?
  • Welche Alleinstellungsmerkmale gibt es?

Hilfreich für Einschätzung der Konkurrenz- und Marktlage ist, auch selbst Anzeigen zu schalten, um einen Monteur zu suchen, der konkrete Aufgaben übernimmt. Diese Aktion zeigt schnell wie viele Betriebe sich melden und zu welchem Preis sie die Arbeit ausführen wollen.

Wichtig: Experten raten, dass Selbstständige mindestens Stundensätze von 20 Euro erwirtschaften müssen. Wenn viele Angebote unter diesem Preis eingehen, ist es sinnvoll den Fokus auf lukrativere Montagen zu richten.

Fachliche Voraussetzunen für eine Existenzgründung als Monteur

Der Betrieb übt, je nach Angebot, ein zulassungspflichtiges oder zulassungsfreies Handwerk beziehungsweise handwerksähnliche Gewerbe aus. Ob ein Monteur die geplante Tätigkeit ausüben darf, entscheidet die Handwerkskammer.

Ob ein Meisterbrief benötigt wird, hängt von der Tätigkeit ab
Wer beispielsweise Elektromontagen anbietet und auch elektrische Anschlüsse vornimmt, braucht einen Meisterbrief als Elektriker. Meisterpflicht besteht auch, wenn Waschbecken montiert und angeschlossen werden. Sofern der Betrieb das Anschließen nicht anbietet, handelt es sich um handwerksähnliche Gewerbe beispielsweise Kabelverleger oder Einbau von genormten Fertigteilen.

Wegen dieser Problematik sollten angehende Monteure bereits in der Planungsphase mit der Handwerkskammer abklären, welche Arbeiten sie anbieten dürfen. Bei der Gewerbeanmeldung stößt ein Montageservice auf keinerlei Probleme.

Ein Meisterbrief ist natürlich immer vorteilhaft, da Kunden einem Meister mehr Fachkompetenz zutrauen.

Gründungskosten für einen Montagebetrieb

Ein Businessplan hilft, die Gründungskosten und die Chancen des Betriebes einzuschätzen. Er ist auch erforderlich, um Darlehen und Fördermittel zu erhalten. Bei der Erstellung helfen Handwerkskammern oder freie Finanzberater.

Kosten für die Grundausstattung

Die Höhe des benötigten Startkapitals hängt vom Angebot des Betriebes ab. Mindestens 30.000 Euro sollte der Gründer aufbringen, um auch die ersten Monate ohne größere Einnahmen zu überbrücken.

Fahrzeug

Monteure benötigen einen Firmenwagen, da sie an häufig wechselnden Einsatzorten arbeiten. Der Erfolg des Unternehmens hängt ganz wesentlich davon ab, schnell von einem Kunden zum nächsten zu gelangen.

Das Fahrzeug muss nicht besonders groß sein, ein Kleinkastenwagen ist ideal, um Werkzeug und Montagematerial zu den Arbeitsorten zu bringen. Ein Opel Combo, ein Peugeot Partner oder ein Citroen Berlingo beziehungsweise VW Caddy genügt den Ansprüchen. Es darf auch ein Kombi sein, wie ein VW Golf „Variant“, ein Opel „CarAVan“ oder ein Ford „Turnier“.

Leasing Sonderzahlung
Gründer sollten ein Fahrzeug grundsätzlich leasen, da dies die Liquidität kaum belastet und das Rating verbessert. Zum Vertragsbeginn erhalten Leasinggeber in der Regel eine Einmalzahlung.

Die Höhe der Sonderzahlung hängt vom Wert des Fahrzeugs und der Bonität des Leasingnehmers ab. Mehr dazu in unserem Artikel zur Grundausstattung eines Handwerksbetriebs.

Sofern der Monteur nicht bilanzierungspflichtig ist, den Gewinn also nach der Einnahmen-Überschussrechnung ermittelt, darf er die Sonderzahlung sofort von den Einnahmen abziehen. Dies reduziert den Gewinn und die Steuerlast.

Für einen Fahrzeug der genannten Größe beträgt die Sonderzahlung 1.000 bis 3.000 Euro.

Fahrzeugeinrichtung / Innenausbau
Monteure müssen Werkzeug, Ersatz- und Kleinteile beim Kunden schnell zur Hand haben. Aus diesem Grund ist eine übersichtliche Unterbringung wichtig.

Fachfirmen bieten spezielle Module zum Einbau in Kombis oder Kleinkastenwagen an. In diesen sind Ordnungssysteme für Material und Werkzeug integriert. Idealerweise ist dort auch ein entnehmbarer Servicekoffer integriert. Gute Module, die sich dem Bedarf anpassen lassen, kosten mindestens 1.500 Euro.

Folierung
Das Auto des Monteurs ist regelmäßig an verschiedenen Ort im Einsatzgebiet zu sehen. Eine Folierung des Autos mit Betriebslogo, Telefonnummer und Anschrift des Betriebs bietet sich daher als Werbemaßnahme an. Eine solche Fahrzeugbeschriftung ist eine preiswerte Alternative zu Plakaten oder anderen Werbeformen. Die Folierung bedeutet eine gezielte Werbung über die gesamte Nutzungsdauer des Fahrzeugs.

Die Kosten für die Gestaltung, den Druck und das Anbringen der Folien gehören daher in die Gründungskalkulation. Eine Fahrzeugfolierung dieser Art bieten einige Betriebe bereits ab 150 Euro an.

Werkzeug

Die Werkzeugliste eines Monteurs ist lang. Er braucht in der Regel Bohrmaschinen (Schlagbohrmaschine, Bohrhammer), eine elektrische Handsäge, Akkuschrauber, Leitungssucher und diverse Kleinwerkzeuge.

Je nach Angebot ist auch eine Mauerfräse und Stemmwerkzeug erforderlich-

In Profiqualität kostet das Werkzeug zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Arbeitskleidung

Üblicherweise arbeiten Monteure im Innenbereich, wetterfeste Kleidung ist daher meist überflüssig. Je nach Art der angebotenen Montagen kann diese trotzdem nützlich sein.

Vorteilhaft ist eine Arbeitsjeans mit Latz, eine Jacke und Shirts aus strapazierfähigem und dehnbarem Material. Eine gefütterte Regenjacke brauchen nur Monteure, die Außenmontagen anbieten.

Auch die Kleidung sollte der Werbung dienen, daher ist ein Aufdruck mit Namen und Anschrift des Unternehmens sinnvoll. Für gute Arbeitskleidung sind etwa 500 Euro zu veranschlagen.

Büro/Computer

Monteure haben keinen Publikumsverkehr, daher ist ein Büroraum entbehrlich. Es genügen ein Telefon, um mit Kunden in Kontakt zu treten und ein Computer. Damit der Monteur Angebote und Rechnungen schreiben kann, muss auf diesem einen Bürosoftware installiert sein. Etwa 300 bis 500 Euro sind in die Gründungskalkulation für diesen Posten einzubeziehen.

Geschäftsausstattung: Briefpapier, Logo und Visitenkarten

Gründer sollten sich gleich zu Beginn um eine professionelle Geschäftsausstattung kümmern. Dies hilft, um beim Kunden einen kompetenten und seriösen Eindruck zu hinterlassen. Die Gestaltung des Logos, für Briefpapier, Visitenkarten, Kleidung, Homepage und Fahrzeugs sollte unbedingt eine Grafikagentur oder ein Webdesigner übernehmen.

Wichtig ist, dass der Betrieb mit einem einheitlichen Erscheinungsbild auftritt. Daher gehört alles in eine Hand. Einige Agenturen bieten Starterpakete zu vergünstigten Preisen an. Mindestens 500 bis 1.000 Euro sollte für diesen Posten in der Gründungskalkulation berücksichtigt werden.

Lager/Werkstatt

Da Monteure vor Ort beim Kunden arbeiten, benötigen sie meist weder ein Lager noch eine Werkstatt. Die Ausrüstung befindet sich in der Regel im Fahrzeug. Eine Garage reicht aus, um das Fahrzeug unterzustellen.

Laufende Kosten

Generell kommen Monteure nur selten ohne Hilfskraft aus. Daher verursachen Löhne und das Fahrzeug erhebliche regelmäßige Kosten. Meist verzeichnet ein Montageservice schnell erste Aufträge und viele Kunden zahlen sofort vor Ort. Aus diesem Grund reicht es, etwa 2.000 Euro pro Monat für ein halbes Jahr in die Gründungskalkulation einzubeziehen.

Mitgliedschaften

Der Betrieb ist verpflichtet Mitglied der zuständigen Handwerkskammer zu werden. Sofern er als Vollhandwerk zählt, muss er der Handwerkerversicherung beitreten. Auch eine Pflicht zu SOKA-BAU kann bestehen. Außerdem ist der Montagebetrieb einer Berufsgenossenschaft zu melden.

Handwerkskammer
Die Höhe der Beiträgekalkulieren die örtlichen Kammern nach eigenem Ermessen. Er orientiert sich meist am Gewinn des drittvorangegangenen Jahrs. Bei einem Gewinn von weniger als 20.000 Euro, ist ein Grundbeitrag von jährlich 120 bis 350 Euro zu entrichten. Ansonsten beträgt der Beitragssatz 0,8 bis 1,2 Prozent des Gewinns.

Hinweis: Einzelunternehmen bekommen in den ersten drei Jahren Sonderkonditionen.

Handwerkerpflichtversicherung
Für die Rentenversicherung der Vollhandwerker ist mindestens der Regelbeitrag von 579,39 Euro abzuführen. In den ersten drei Kalenderjahren nach der Gründung dürfen Handwerker den halben Regelbeitrag, also 289,70 Euro zahlen (Stand 2019).

Sozialkasse der Bauwirtschaft
Montagebetriebe, die mehr als 50 Prozent der Arbeitszeit gewerblich bauliche Leistungen erbringen, müssen Mitglied der SOKA-BAU werden. Diese übernimmt die Kosten für die Fortbildung, das Urlaubsgeld und zahlt einen Lohnausgleich bei schlechtem Wetter.

Für gewerbliche Arbeitnehmer sind 19 und 22 Prozent der Bruttolohnsumme abzuführen, für Angestellte zwischen 20,00 Euro und 80,00 Euro pro Monat.

Berufsgenossenschaft
Je nach Art der Montagen, ist eine andere Berufsgenossenschaft zuständig. Die meisten Betriebe sind der BG BAU zuzuordnen. Betriebe, die Gegenstände zusammenfügen, aber nicht an einem Bauwerk befestigen, gehören vermutlich der Berufsgenossenschaft Holz und Metall an. Wenn der Monteur keine Mitarbeiter beschäftigt, zahlt er keine Beiträge. Ansonsten legen die Genossenschaften die tatsächlich gezahlten Kosten um. Dies geschieht nach einem Faktor, der das Risiko berücksichtig. Basis ist die Bruttolohnsumme.

Innungen
Eine Innungsmitgliedschaft kann vor Forderungen der SOKA-BAU schützen. Die Beiträge für die Mitgliedschaft sind deutlich günstiger. Außerdem bieten Innungen umfassende Beratungen. Monteure sollten daher prüfen, welche Innung für sie zuständig ist. Im Schnitt ist mit einem Jahresbeitrag von 100 bis 400 Euro zu rechnen.

Personal

Monteure können nur wenige Arbeiten ohne Helfer erledigen. Zu Beginn reicht meist ein Mini-Jobber, der bei Bedarf zur Hand geht. Wichtig ist einen, in der Branche vereinbarten, Mindestlohn zu beachten. Geringfügig Beschäftigte können daher nur 30 bis 38 Stunden im Monat arbeiten. Pro Beschäftigten sind monatlich mindestens 530 Euro zu veranschlagen.

Tipp: Mit einem anderen Gründer eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts gründen und sich die Arbeit teilen.

Fahrzeug

Monteure nutzen den Firmenwagen intensiv. Dies bedeutet neben fixen Kosten für Leasing, Steuer und Versicherung auch erhebliche variable Kosten für Werkstatt und Kraftstoff.

Leasing
Die Höhe der Sonderzahlung, der Wert des Fahrzeugs und die Bonität des Gründers sind die Eckdaten nach denen Leasingnehmer die Raten berechnen. Meist betragen diese 200 bis 500 Euro im Monat für Fahrzeuge der erwähnten Größe.

Kfz-Steuer
Die Kraftfahrzeugsteuer ist ab dem Tag der Anmeldung in voller Höhe sofort fällig. Die Finanzbehörden errechnen deren Höhe aufgrund verschiedener Daten, wie Tag der Erstzulassung, Antriebsart und CO2-Ausstoß. Für einen modernen Pkw fallen meist 150 bis 250 Euro an.

Versicherung
Neuwagen sollten immer einen vollständigen Versicherungsschutz haben, darauf besteht auch die Leasinggesellschaft. Durch die Vollkaskoversicherung sind relative hohe Jahresprämien zwischen 500 und 1.000 Euro zu erwarten. Vergleiche lohnen sich, da es sehr große Unterschiede bei den Prämien und den Leistungen gibt.

Tipp: Makler bieten oft günstigere Konditionen als die Gesellschaften.

Verschleiß / Wartung Reparaturkosten sind nicht zu erwarten, denndiese beruhen in der Regel auf Schadensereignissen, für welche die Vollkaskoversicherung eintritt oder es handelt sich um Garantiefälle.

Kosten entstehen für die Inspektionen und Wartungen, den Austausch von Verschleißteilen sowie die vorgeschriebenen Haupt- und Abgasuntersuchungen. Da Monteure in der Regel eine hohe Jahresfahrleistung haben, sollten Gründer 200 bis 400 Euro im Jahr für die Position berücksichtigen.

Kraftstoff
Auch bei den zu erwartenden Kosten für das Tanken macht sich eine hohe Fahrleistung bemerkbar. 100 bis 300 Euro pro Monat für Kraftstoff ist eine realistische Einschätzung.

Versicherungen

Die Arbeit eines Monteurs birgt verschiedene Risiken, da er sich längere Zeit in den Räumen der Kunden aufhält. Neben der Gefahr einer falschen Montage, sind Schäden durch allgemeine Unachtsamkeit möglich, beispielsweise kann etwas zu Bruch gehen, weil der Monteur mit dem Kabel der Bohrmaschine daran stößt.

Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist aus diesem Grund sehr wichtig. Einen Inventar- oder Betriebsunterbrechungsversicherung dagegen brauchen Montagebetriebe meist nicht, es sei denn sie haben wertvolles Inventar. Ein ausreichender Versicherungsschutz kostet etwa 10 bis 50 Euro im Monat.

Miete / Nebenkosten / Strom / Wasser / Telefon

Monatlich genügen 200 bis 300 Euro, um diese Kosten abzudecken. Wenn der Betrieb Geschäftsräume unterhalten muss, sind deutlich höhere Zahlungsausgänge zu erwarten.

Marketing

Monteure müssen beim Marketing für ihren Betrieb darauf achten, dass potentielle Kunden auf sie aufmerksam werden. Dies erreichen sie nur durch einen Marketing-Mix, der verschiedene On- und Offline-Kanäle bedient. Auch ist wichtig, dass die Kunden das Leistungsspektrum des Betriebes gut erkennen, sowie den Nutzen, den dieses hat.

Webseite
Eine gepflegte und suchmaschinenoptimierte Webseite dient der Gewinnung von Neukunden, denn einige Auftraggeber suchen im Internet nach einem geeigneten Handwerker. Für eine professionelle Pflege durch einen Profi, sind monatlich 30 bis 100 Euro zu veranschlagen.

Werbung online
Monteure dürfen sich nicht auf die Webseite verlassen, denn diese geht in der Masse des „www“ oft unter. Sie sollten sich bei Handwerkerportalen anmelden und auch Anzeigen auf Onlineplattformen im Internet aufgeben. Gerade in der Startphase lohnt sich die Anmeldung auf Handwerkerplattformen wie MyHammer. Hier hat der Gründer die Möglichkeit, seinen Betrieb sowie sein Leistungsspektrum vorzustellen und dank der guten Reichweite, die das Portal in den Suchmaschinen bietet, neue Kunden zu gewinnen. Außerdem sollten Gründer regelmäßig auf den Plattformen auf die Gesuche achten. Viele Kunden suchen nicht aktiv nach einem Monteur, sondern geben eine Ausschreibung auf.

Ob die Anmeldung in sozialen Netzwerken wie Facebook & Co. sinnvoll ist, sollte der Gründer im Einzelfall entscheiden. Es lohnt immer, wenn es viele News oder wichtige Infos zum Betrieb gibt oder Arbeitsbeispiele gezeigt werden können. Auf diese Weise können Kunden zu Fans werden, die den Betrieb wiederum ihren Freunden weiterempfehlen.

Werbung offline
Eine aktive Akquise ist ebenfalls wichtig. Möbelspeditionen, Baumärkte, Möbelhäuser und ähnliche Unternehmen, vermitteln gerne einen Montageservice. Vielleicht binden sie den neuen Betrieb in die eigene Servicestruktur ein.

Etwa 500 Euro im Monat sind für Visitenkarten und Anzeigen einzuplanen.

Checkliste: Als Monteur selbständig machen

  1. Welche Qualifikationen zeichnen mich als Monteur aus?
  2. Mit der Handwerkskammer festlegen, welche Dienste der Betrieb anbieten darf
  3. Businessplan erstellen, um Kapitalbedarf zu ermitteln
  4. Gründungszuschuss und Darlehen beantragen
  5. Gewerbe anmelden
  6. Meldungen bei der Handwerkskammer, Berufsgenossenschaft und wenn nötig bei Handwerkerversicherung und SOKA-BAU erledigen
  7. Versicherungen abschließen
  8. Fahrzeug leasen und ausstatten
  9. Werkzeug, Computer und Software kaufen
  10. Werbung für den Betrieb machen
  11. Aufträge annehmen und Termine bei den Kunden planen

Beschaffung

Innungsmitglieder sollten sich an ihre Innungen wenden, denn viele Innungen haben Sonderkonditionen mit Lieferanten abgeschlossen. Günstige Fahrzeuge gibt es auf Internetplattformen und bei Händlern, die mit Vorführ- oder Jahreswagen handeln.

Spezialisierungen

Generell sollten Monteure sich auf bestimmte Aufgabengebiete beschränken. Einige Spezialgebiete können besonders lukrativ sein.

Verkehrssicherungsmonteure arbeiten beispielsweise im Bereich der Verkehrs- und Baustellensicherung und kümmern sich dort auch um die Lichtanlagen.

Eine Spezialisierung Messdienstleister ist ebenfalls gefragt. Diese Monteure erledigen den Ein- und Ausbau von Wasserzähler, Heizkostenverteilern und Rauchwarnmeldern.

Zertifizierungen
Entsprechende Zertifikate stellen die Hersteller von Messgeräten, Badezimmereinrichtungen etc. nach einer entsprechenden Schulung aus. Neutrale allgemeine Zertifizierungen gibt es in diesem Bereich nicht.


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