Metallbauer beherrschen das Handwerk des Schmieds und des Schlossers. Wer sich in diesem vielseitigen Beruf selbstständig machen möchte, muss fachliche Voraussetzungen erfüllen und sollte die Marktlage kennen.

Die Konkurrenz- und Marktlage richtig einschätzen

Laut den Statistiken den Handwerkskammern gab es 2003 in Deutschland 31.727 Metallbauunternehmen. 2014 verzeichnen die Kammern etwa 40.000 Betriebe. Diese Zahlen besagen wenig, denn Metallbauer decken sehr unterschiedliche Arbeiten ab und die Betriebe haben sich spezialisiert. Manchen fertigen Türen und Fenster, andere Spielgerät oder Fassaden. Nicht alle Metallbauer montieren vor Ort.

Metallbauer, die eine Firma gründen wollen, sollten sich im Hinblick auf die eigene Spezialisierung mit der Konkurrenzsituation in der Region befassen:

  • Wie viele Betriebe gibt es, die ähnliche Leistungen anbieten in der Region?
  • Welcher Bedarf ist vorhanden?
  • Welche Tätigkeitsfelder eines Metallbauers sind in der Region noch nicht abgedeckt?

Fachliche Voraussetzung für die Existenzgründung als Metallbauer

Metallbauer müssen komplexeTechniken beherrschen und über den aktuellen Stand der Verfahren auf dem Laufenden halten.

Für selbstständige Metallbauer besteht Meisterpflicht
Das Gewerk des Metallbauer ist ein zulassungspflichtiges Handwerk nach der Handwerksordnung (HWO), Anlage A. Wer sich im Metallbau selbständig machen möchte, benötigt einen Meisterbrief.

Unter bestimmten Voraussetzungen darf ein Metallbauer auch ohne Meisterbrief einen Betrieb gründen (Link – Betriebsleiter einstellen oder Altgesellenregelung).

Sonstige fachliche Voraussetzungen für Metallbauer

Abhängig von der Spezialisierung ist eine Weiterbildung sinnvoll. Wenn der Betrieb Bauteile wie Fenster, Türen, Treppen oder Geländer fertigen und montieren soll, ist eine Qualifizierung in der Metallbautechnik sinnvoll.

Metallbauer, die Maschinen und Apparate bauen wollen, sollten sich der Fachrichtung Maschinentechnik zuwenden. Der Bau größerer Produktionsstraße erfordert Kenntnisse in der Automatisierungstechnik.

Gründungskosten für Metallbauer

Die kompletten Anfangskosten einer Gründung muss kein angehender Unternehmer selbst tragen. Mit einem Businessplan besteht die Option, Kredite und Fördermittel zu erhalten. Gründungsberater, Handwerkskammern und die Bundesagentur für Arbeit sind potenzielle Ansprechpartner, die jeder Gründer zurate ziehen sollte.

Kosten für die Grundausstattung

Für die Neugründung eines Metallbaubetriebs ist ein Startkapital von mindestens 10.000 Euro bis 50.000 Euro erforderlich. Es genügt meist etwa 20 Prozent Eigenkapital einzusetzen. Im Betrag ist ein finanzielles Polster enthalten, um die ersten Monate ohne Zahlungseingänge zu überstehen.

Fahrzeug

Sofern der Betrieb sich nicht ausschließlich mit kleineren Montagen befasst beziehungsweise lediglich produziert, aber nicht ausliefert, braucht er einen Lkw. Ein neuer Lkw ist mit 50.000 Euro bis 100.000 Euro zu veranschlagen.

Ein Pkw für Besorgungen und im Kundentermine wahrzunehmen kostet je etwa 15.000 bis 20.000 Euro. Um die Liquidität und das Rating zu verbessern ist es sinnvoll die Fahrzeuge zu leasen.

Leasingsonderzahlung
Generell gilt bei einer Gründung: Leasen ist vorteilhafter als Kaufen. Das Leasing schont als Finanzierungsinstrument die Liquidität und die Leasing Sonderzahlung ist als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar. Mehr dazu in unserem Artikel zur Grundausstattung eines Handwerksbetriebs. [Link zu /grundausstattung#Fahrzeuge]

Die Höhe der Sonderzahlung beträgt für einen neuen Lkw etwa 5.000 bis 20.000 Euro liegt, für einen Pkw ist mit 1.000 bis 5.000 Euro zu rechnen.

Fahrzeugeinrichtung / Innenausbau
Der Lkw benötigt unter Umständen eine spezielle Fahrzeugeinrichtung um Werkzeuge, Ersatzteile und Kleinteile zum Auftragsort zu bringen beziehungsweise Halterungen für den Transport von großen Bauteilen.

Je nach Art der Ausstattung sind hierfür 1.000 bis 10.000 Euro zu veranschlagen.

Folierung
Um für ein einheitliches Erscheinungsbild zu sorgen, sollten die Fahrzeuge alle die gleiche Lackierung aufweisen. Zumindest Beschriftungen und ein Logo sind sinnvoll, damit potenzielle Kunden von dem Betrieb erfahren.

Für diesen Posten sind mindestens 150 Euro einzuplanen.

Werkzeug

Die Werkzeugliste eines Metallbauers hängt vom Angebot ab. Generell sind Schweiß- und Lötapparaturen nötig sowie ein Sortiment an Schleif- und Trenngeräten. Auch Bohrmaschine und Akkuschrauber sollten nicht fehlen.

Insgesamt sind für diesen Posten 1.000 bis 2.000 Euro zu veranschlagen, wenn die Werkzeuge Profiqualität aufweisen sollen.

Metallbauer, die Bauteile herstellen, benötigen in der Regel einen großen Maschinenpark mit Richtbänken und zahlreichen Messeinrichtungen. Eine solche Werkstattausrüstung kann über eine Million kosten.

Kleidung

Da Metallbauer mit schweren und scharfen Gegenständen hantieren, ist eine Schutzkleidung sinnvoll und je nach Art der Tätigkeit sogar vorgeschrieben. Als Arbeitskleidung reichen Latzhose und Jacke beziehungsweise Overall aus. Zum Schutz der Hände sind Schutzhandschuhe, die vor mechanische Risiken schützen, wichtig. Sie sollten Schnitt- und Durchstichfest nach EN 388 / ISO 13997 sein.

Ferner benötigen Metallbauer Sicherheitsschuhe gemäß DGUV-Regel 112-191l, der Klasse S1P (öl- und benzinresistente Sohle, Durchtrittsicherheit) oder höher. Selbstverständlich gehört nach BGR 192 auch eine Schutzbrille für die Augen zum Arbeitsoutfit des Metallbauers. Sie schützt vor Spänen, Splittern, Körnern und ähnlich harten Stoffen. Diese muss zumindest beim Schweißen auch Schäden durch Licht und UV-Strahlung verhindern können.

Hinweis: Generell lässt sich nur Kleidung als Betriebsausgabe absetzen, wenn diese sich nicht für den privaten Gebrauch eignet. Übliche Arbeitskleidung sollte mit einem Werbeaufdruck versehen sein und aus dem einschlägigen Fachhandel stammen, um Probleme mit dem Finanzamt zu vermeiden.

Die Kleidung kostet pro Person etwa zwischen 500 und 1.000 Euro.

Sicherheit geht vor
Beim Schweißen und beim Anfertigen von Metallgüssen ist oft spezielle Flammschutzkleidung nötig. Generell sollten Metallbauer auch bei der Unterwäsche auf normale synthetische Fasern verzichten und Baumwolle, besser Stoffe auch schwer entflammbaren Material, wie Aramid tragen.

Größte Sicherheit bietet die Schutzbekleidung für Schweißen und verwandte Verfahren (EN ISO 1161; EN 470-1) und solche zum Schutz gegen Hitze und Flammen (EN ISO 11612; EN 531).

Büro / Computer

Ein Büroraum mit Arbeitstisch, Schreitisch, Computer und Telefon, dient der Kommunikation mit Kunden und erleichtert das Planen der Arbeiten, beispielsweise wenn Skizzen anzufertigen sind.

Insgesamt sind für Möbel, technische Ausstattung und Software 1.000 bis 2.000 Euro einzuplanen.

Geschäftsausstattung: Briefpapier, Logo und Visitenkarten

Um der Firma von Anfang an ein einheitliches und professionelles Erscheinungsbild zu geben, sollte kein Existenzgründer die Ausgaben für einen Grafiker scheuen. Dieser entwirft ein individuelles Logo und erstellt das Layout für Visitenkarten sowie Geschäftspapier. Einige Agenturen bieten günstige Gründerpakete für 500 bis 1.000 Euro an.

Lager

Metallbauer benötigen in der Regel immer ein Lager um Halbfertig- und Fertigteile sowie Material zu lagen. Für Regale und Schränke sind zirka 1.000 bis 2.000 Euro zu veranschlagen, da meist spezielle Ausrüstungen notwendig sind.

Werkstatt

Das Tätigkeitsfeld bestimmt, ob der Metallbauer eine Werkstatt braucht. Wer sich auf Montagen beschränkt, kommt meist ohne aus. Kleinere Arbeiten lassen sich vor Ort beim Kunden oder im Lager erledigen.

Laufende Kosten

Die laufenden Kosten sind bei der Gründungskalkulation zu beachten und lassen sich gut ermitteln, sofern der Gründer schon konkrete Räumlichkeiten in Betracht zieht. Da Metallbauer selten alleine arbeiten können, müssen sie auch die Lohnkosten für ihre Mitarbeiter berücksichtigen.

Beträge zwischen 3.000 und 7.000 Euro für Mieten, Fahrzeuge und Löhne sind realistisch.

Mitgliedschaften

Handwerkskammer
Metallbaubetriebe sind Zwangsmitglieder in der örtlich zuständigen Handwerkskammer. Die monatlichen Beiträge richten sich nach dem Gewinn der Vorjahre. In der Regel beträgt der Grundbeitrag 120 bis 270 Euro, abhängig von der Höhe des Gewinns. Die Kammern belegen Betriebe, die über 25.000 Euro Gewinn erzielen mit einem Zusatzbeitrag in Höhe von etwa 0,6 Prozent.

Hinweis: Dank einer Sonderregelung zahlen Existenzgründer und Einzelunternehmer, welcher erstmalig ein Gewerbe anmelden in den ersten vier Jahren meist keine oder reduzierte Beiträge zahlen.

Berufsgenossenschaft
Metallbauer müssen in der Berufsgenossenschaft Holz und Metall Mitglied werden. Sie berät in Sicherheitsfragen und deckt das Risiko von Berufsunfällen und Berufskrankheiten ab. Die Beiträge orientieren sich an den Gefahren und den Löhnen.

Der Vorstand legte die Beitragsfüße nach der Höhe Aufwendungen regelmäßig neu fest. Auch die Gefahrenklasse wird ständig neu bewertet. In welche Metallbauer eingeordnet werden, hängt vom Einzelfall ab.

Innungen
Der Bundesverband Metall – Vereinigung Deutscher Metallhandwerke (BVM) untergliedert sich in 360 Innungen des Metallhandwerks die13 Landesverbände bilden. Er vertritt die Interessen von über 14.000 Metallbetrieben.

Die Mitgliedschaft ist freiwillig, bietet aber viel Vorteile, denn Kunden suchen oft bei den Innungen nach einem Betrieb. Außerdem genießen Innungsbetriebe einen Vertrauensvorteil. Ferner profitieren Innungsmitglieder von günstigen Konditionen beim Einkauf und ausführlichen Beratungen zu den unterschiedlichsten Themen.

Je nach Innung fällt ein Grundbeitrag in Höhe von etwa 400 Euro jährlich und ein Zusatzbeitrag, der etwa 0,7 Prozent der Jahreslohnsumme (Brutto) beträgt.

Personal

Metallbauer brauchen meist gelegentlich eine helfende Hand. Daher ist zumindest ein Minijobber mit 450 Euro netto (mit Abgaben etwa 530 Euro) einzuplanen.

Tipp: Es ist ratsam das Unternehmen mit einer weiteren Person zu gründen, die auch bei den anfallenden Arbeiten hilft.

Fahrzeug

Die benötigten Fahrzeuge verursachen teils erhebliche Kosten, unabhängig davon, ob sie im Einsatz sind oder nicht.

Leasing
Leasing, also das Nutzen eines fremden Fahrzeugs gegen Mietzahlung, bedeutet eine regelmäßige finanzielle Belastung. Für einen neuwertigen Lkw fallen im Monat zwischen 1.000 und 5.000 Euro an.

Hinweis: Die Raten sind Betriebskosten. Sie reduzieren den Gewinn und damit die Steuerlast.

Treibstoff
Metallbauer nutzen die Fahrzeuge meist nicht intensiv. Abhängig vom Einzugsgebiet ist mit einer Fahrleistung von 500 bis 1.000 Kilometern im Monat zu rechnen. Dies bedeutet etwa 100 bis 200 Euro an monatlichen Kosten für den Treibstoff.

Kfz-Steuer
Die Kfz-Steuer verlangt das Finanzamt im Voraus zu entrichten ab dem Tag der Zulassung für ein Jahr. Sie beträgt zwischen 200 und 1000 Euro, je nach Fahrzeug. Die Höhe hängt von der Schadstoffklasse und dem Gesamtgewicht ab.

Versicherung
Sofern die Fahrzeuge über Kredit oder Leasing finanziert werden, ist eine Vollkaskoversicherung unumgänglich. Die Beiträge berechnen die Versicherungen individuell, nach Typklasse, der jährlichen Fahrleistung, dem Abstellort und der Art der Fracht. Kosten zwischen 1.500 und 5.000 Euro sind für Pkw und Lkw zusammen realistisch.

Verschleiß / Wartung
Jeder Lkw muss jährlich zu einer Hauptuntersuchung und je nach Gesamtgewicht alle 6 Monate zu einer Sicherheitsprüfung. Dies bedeutet insgesamt Kosten von 200 bis 500 Euro im Jahr.

Zusätzlich sind für Ölwechsel, Austausch von Verschleißteilen wie Reifen, Bremsen und Auspuff sowie unerwarteten Reparaturen rund 2.000 Euro jährlich einzuplanen.

Versicherungen

Handwerker sind verpflichtet sich in der gesetzlichen Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung abzusichern. Hierfür sind 400 bis 800 Euro monatlich zu veranschlagen.

Ein Metallbaubetrieb trägt ein hohes Maß an Verantwortung. Daher ist eine Betriebshaftpflichtversicherung extrem wichtig. Sofern eine Werkstatt mit teurem Inventar vorhanden ist, sollte auch eine Inhaltsversicherung nicht fehlen.

Eine Absicherung gegen Ertragsausfälle lohnt sich, sobald die ersten Umsätze einsetzen. Für diese Versicherungen ist ein Betrag von 30 bis 80 Euro im Monat einzukalkulieren.

Miete / Nebenkosten / Strom / Wasser / Telefon

Büro, Werkstatt und Lagerraum mieten die meisten Gründer. Die Räumlichkeiten müssen eine Grundfläche von mindestens 100 Quadratmetern aufweisen und kosten etwa 1.000 Euro Miete im Monat. Hinzukommen kommen regelmäßige Zahlungen für Energie, Wasser und Telefon hinzu.

Grob geschätzt muss der Metallbauer mit einer Summe von 500 bis 1.000 Euro zusätzlich zur Miete rechnen.

Marketing

Ohne Marketing bleiben die Aufträge aus. Gründer unterschätzen oft die erforderlichen Kosten und den nötigen Zeitaufwand. Um den frisch gegründeten Betrieb zu bewerben, sollte sich der Metallbauer zunächst auf einige wenige Dienstleistungen, die angeboten werden, spezialisieren. Die verschiedenen Werbemöglichkeiten sind groß, die Chancen sollte sich niemand entgehen lassen.

Bei Handwerkern funktionieren traditionelle Werbemittel noch sehr gut, wie beispielweise Annoncen oder ein Eintrag ins Branchenbuch.

Webseite
Eine gut gestaltete Webseite vom Profi kostet etwa 200 (Web-Visitenkarte) bis 1.000 Euro. Für die regelmäßigen Aktualisierungen und die Betreuung sind 30 bis 80 Euro zu veranschlagen.

Ohne ständige Pflege der Webpräsenz ist ein gutes Ranking in den Suchmaschinen nicht möglich. Wer sich aber gut im Netz präsentiert, wirkt seriös und kompetent.

Werbung online / offline
Weitere Maßnahmen wie Mailingaktionen, das Verteilen von Flyern und Kaltakquise bei potenziellen Kunden sind notwendig nach einer Betriebsgründung. Auch Annoncen in Zeitungen oder auf Webportalen wie MyHammer machen Interessenten auf die neue Firma aufmerksam. Kostenlose Werbung machen lässt sich in den sozialen Netzwerken wie Facebook & Co. Dazu ist es wichtig, eine genaue Vorstellung der Zielgruppe zu haben.

Der Besuch von Messen ist eine gute Möglichkeit, um Werbung für sich und seinen Betrieb zu machen und neue Kunden zu gewinnen. Nicht vergessen werden darf beim Marketing, dass allein schon ein seriöses Auftreten am Telefon und beim Kunden der beste Weg ist, um neue Kunden von sich zu überzeugen und bereits vorhandene Kunden langfristig zu binden.

Der Gründer sollte 500 bis 1.000 Euro für Werbung beim Start der Betriebsgründung veranschlagen.

Checkliste: Als Metallbauer selbständig machen

  1. Sind die fachlichen Voraussetzungen erfüllt? -> Meisterbrief
  2. Ist ein ausreichendes Gründungskapital für den Start vorhanden? Businessplan erstellen, um Kredite und Zuschüsse zu bekommen
  3. Gewerbeanmeldung erledigen und bei der Handwerkskammer melden
  4. Wenn gewünscht, Mitgliedschaft bei der zuständigen Innung des Bundeslandes beantragen
  5. Geschäftsausstattung in Auftrag geben und erwerben
  6. Werkzeuge, Maschinen und Arbeitskleidung beschaffen
  7. Material einkaufen
  8. Werbung für den Betrieb machen
  9. Aufträge annehmen und Termine bei den Kunden planen

Materialbeschaffung

In der Regel sind hochwertige gebrauchte Maschinen besser als günstige Ware aus dem Baumarkt. Im Internet finden sich viele Portale, die sich auf den Handel mit gebrauchten Werkstattausrüstungen spezialisiert haben. Es lohnt auch, bei der Handwerkskammer nachzufragen, ob ein geeigneter Betrieb in der Nähe einen Nachfolger sucht. Eine Übernahme eines bestehenden Betriebs erleichtert den Start in die Selbstständigkeit erheblich.

Spezialisierungen im Bereich Metallbau

Metallbauer müssen sich spezialisieren. Dies kann durch eine Weiterbildung zum Hufbeschlagschmied oder Techniker in einer speziellen Fachrichtung geschehen.

Viele Metallbauer verzichten auf eine weitere Qualifizierung, schränken aber das Angebot ein.
Aus Kostengründen bietet es sich an, zunächst Montagen von vorgefertigten Teilen anzubieten, beispielsweise den Bau von Wintergärten oder Stahltreppen. Auch Gebiete wie Kunstschlosser sind ein gutes Einstiegsfeld.

Zertifizierungen
Wer im Baubereich Schweißarbeiten erledigt, muss eine Schweißerprüfung ablegen und benötigt oft auch eine Herstellerqualifikation zum Schweißen von Stahlbauten nach DIN 18800-2002:2002-09.

Hersteller oder sogenannte Inverkehrbringer tragender Bauteile aus Stahl und Aluminium benötigen seit dem 01.07.2014 eine Zertifizierung nach DIN EN 1090. Betriebe, die ohne diese Zertifikat solche Bauteile liefern, gehen das Risiko ein, dass der Kunde die Rechnung nicht bezahlen muss. Außerdem drohen Strafen und der Verlust des Schutzes durch die Betriebshaftpflicht.


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