Laut Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) befassen sich in Deutschland mehr als 51.000 Handwerksbetriebe mit dem Heizungsbau. Bedingt durch zahlreiche Förderprogramme des Bundes und den Zwang, veraltete Heizungen stillzulegen, ist die Auftragslage ausgezeichnet.

Heizungsinstallateure oder Anlagenmechaniker für Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik haben also gute Zukunftsaussichten, wenn sie sich in diesem Bereich selbständig machen möchten. Es gibt viel zu tun, denn nicht nur im Neubau, sondern auch bei Modernisierungen spielt das Fachwissen von Heizungsinstallateuren eine wichtige Rolle.

Die Konkurrenz- und Marktlage richtig einschätzen

Am Anfang der Gründung steht immer die Wahl des richtigen Standortes. Zumindest in den Ballungsregionen können Heizungsbauer mit einer langfristigen sehr guten Auftragslage rechnen. Die Nachfrage ist größer als die bestehenden Betriebe bewältigen können. Dies betrifft sowohl den Alt- als auch den Neubau. In diesen Regionen ist es leicht als Neuling auf dem Markt Fuß zu fassen. Lediglich in ländlichen konjunkturschwachen Gebieten, ist eine Neugründung nicht empfehlenswert.

Folgende Fragen sollte sich der Heizungsbauer vor seiner Gründung außerdem stellen:

  • In welchem Umfang soll die Existenzgründung geschehen?
  • Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?
  • Welches Leistungsspektrum kann angeboten werden?
  • Wo liegen die Alleinstellungsmerkmale des Betriebes?
  • Gibt es Spezialisierungen, die die Zielgruppe ansprechen?

Wer einen Betrieb ohne Mitarbeiter gründet, muss sein Leistungsspektrum natürlich dementsprechend eingrenzen. Beispielsweise kann sich der Heizungsbauer auf einen mobilen Service zur Behebung technischer Probleme beschränken oder ausschließlich Wartungsarbeiten durchführen. Denn Alleinstellungsmerkmale müssen sich nicht nur im technischen Verständnis auszeichnen, sondern der Heizungsbauer kann auch durch einen besonders guten Service bei den Kunden punkten. Beispielsweise durch einen 24-Stunden-Notfallservice.

Ein größerer Betrieb braucht Mitarbeiter
Wer mit der Konkurrenz mithalten möchte, muss einen Betrieb mit Mitarbeitern gründen. In diesem Fall ist der Planungsaufwand für die Existenzgründung um einiges höher. Denn dann braucht es Geschäftsräume und der Aufwand in Bezug auf die Finanzierung ist ebenfalls erheblich höher. In Zeiten des Fachkräftemangels kann es außerdem schwierig sein, geeignete Mitarbeiter zu finden.

Sich gezielt von der Konkurrenz absetzen
Wie kann sich der neu gegründete Betrieb von der Konkurrenz absetzen? Hier braucht es gezielte Maßnahmen, denn der Betrieb soll sich für die Kunden deutlich von den Angeboten der Konkurrenz abheben. Um von den Kunden als kompetent wahrgenommen zu werden, sollte sich vor allem auf das Ersetzen von Nachtspeicheröfen konzentriert werden, neben den energieeffizienten Heizungssystemen, die nachhaltig die Kosten für den Verbraucher senken.

Fachliche Voraussetzungen für eine Existenzgründung als Heizungsbauer

Das Berufsbild des Heizungsbauers ist in das des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik übergegangen. Heizungsbauer beschäftigen sich mit verantwortungsvollen Aufgaben, die immer auch mit Sicherheitsaspekten verbunden sind, deshalb ist eine hohe Qualifikation für die Selbständigkeit gefragt.

Heizungsbauer benötigen einen Meisterbrief für die Selbständigkeit
Das Gewerbe ist aufgrund der hohen Verantwortung, die der Handwerker trägt, in der Handwerksrolle A verzeichnet. Es besteht Meisterpflicht, wenn sich der Heizungsbauer mit einem eigenen Betrieb selbständig machen möchte.

Unter gewissen Voraussetzungen ist eine Gründung aber auch ohne eigenen Meisterbrief möglich (Link – Betriebsleiter einstellen oder Altgesellenregelung).

Kosten für die Gründung

Da Heizungsbauer meist fertige Industrieprodukte vor Ort beim Kunden installieren, ist der Kapitalbedarf überschaubar. Sie benötigen in der Regel keine größere Werkstatt, brauchen aber schon zu Beginn zumindest einen Helfer.

In diesem Artikel soll es um die Existenzgründung eines kleineren Betriebes gehen, der ohne große Geschäftsräume auskommt, weil er hauptsächlich direkt beim Kunden arbeitet und sich auf Reparatur und Wartung von Heizanlagen spezialisiert.

Kosten für die Grundausstattung

Generell besteht die Problematik, dass Kunden die Rechnung oft erst einige Monate nach der Fertigstellung ausgleichen. Daher sind die ersten Zahlungseingänge erst einige Zeit nach der Gründung zu erwarten. Dies bedeutet, dass ein Kapital von mindestens 50.000 Euro zur Verfügung stehen sollte, um die Anfangszeit zu überstehen.

Fahrzeug

Heizungsbauer benötigen ein etwas größere Fahrzeug, um Werkzeuge und Kleinteile zum Kunden zu transportieren. Größere Bauteile, wie Heizkessel, liefern in der Regel die Hersteller an. Für den Start reicht ein Fahrzeug in der Größenordnung eines Opel Combo, eines Peugeot Partner oder Citroen Berlingo aus.

Leasing Sonderzahlung
Generell gilt bei einer Gründung: Leasen ist vorteilhafter als Kaufen. Das Leasing schont als Finanzierungsinstrument die Liquidität und die Leasing Sonderzahlung ist als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar.

Als Leasingsonderzahlung bezeichnen Leasinggeber eine Einmalzahlung bei Abschluss des Leasingvertrags. Die Höhe hängt vom Kaufpreis des Fahrzeuges, vom Anbieter und der Bonität des Leasingnehmers ab. Der Betrag ist in der Regel verhandelbar und hat Einfluss auf die Höhe der monatlich anstehenden Leasingraten. Mehr dazu in unserem Artikel zur Grundausstattung eines Handwerksbetriebs.

Hinweis: Nur Unternehmen, die der Einnahmen-Überschussrechnung unterliegen dürfen die Leasingsonderzahlung sofort in voller Höhe als Betriebsausgabe absetzen. Das senkt den Gewinn und die Höhe der Steuerabgaben.

Für einen Neuwagen in der genannten Größe sind Sonderzahlungen von 1.000 bis 5.000 Euro üblich.

Fahrzeugeinrichtung / Innenausbau
Um in dem Kleinkastenwagen das Material und die Werkzeuge übersichtlich zu verstauen, sind spezielle Ordnungssysteme und ein Servicekoffer erforderlich. Ein Ordnungssystem im Handwerkerauto ist nicht nur praktisch, sondern lässt den Betrieb auch kompetent und seriös erscheinen. Denn nichts wirkt auf den Kunden irritierender als eine Heckklappe, hinter der ein absolutes Chaos herrscht. Spezielle Module für verschiedene Automarken bietet der Handel ab 1.500 Euro an.

Folierung
Das Betriebslogo, Telefonnummer und Anschrift auf dem Handwerkerfahrzeug zeigen deutlich, welcher Betrieb im Einsatz ist. Diese Art der Werbung ist für Existenzgründer besonders wichtig und im Vergleich zu anderen Werbeaktionen günstig.

Fahrzeugfolierungen lohnen sich für Handwerker. Viele Spezialfirmen bieten spezielle Preise für Gründer an. Mindestens 150 Euro sind für eine Folierung einzukalkulieren, je nachdem, wie aufwendig die Werbung sein soll.

Werkzeug

Heizungsbauer benötigen in der Regel eine Vielzahl unterschiedlicher Werkzeuge. Zur Standardausrüstung gehören:

  • Akkuschrauber
  • Handsägen
  • Trennschleifer
  • Schweiß- und Lötgeräte
  • Biegewerkzeuge
  • Kleinteile wie Stechbeitel, Messer und Abziehwerkzeug

Für die Werkzeugausstattung für Gründer im Bereich Heizungsbau, sollten mindestens 3.000 Euro einkalkuliert werden.

Arbeitskleidung für Heizungsbauer

Heizungsbauer arbeiten meist in Innenräumen und kommen erst nach Erstellen des Rohbaus auf die Baustellen. Es genügt daher eine übliche Handwerkerkleidung bestehend aus Overall oder eine Kombination.

Mit Firmenaufdruck sind Kosten von mindestens 150 Euro pro Mann einzukalkulieren. Eine Beschriftung der Kleidung erleichtert, deren Anschaffungskosten steuerlich abzusetzen. Gleichzeitig macht Arbeitskleidung mit Logo des Betriebes beim Kunden immer einen guten Eindruck.

Auf Sicherheit achten
Heizungsbauer benötigen Schutzbrillen, die vor Splittern schützen und einen Augenschutz beim Schweißen. Auch eine Staubmasken sowie Arbeitshandschuhe sind wichtig.

Für die persönliche Schutzausrüstung sollte der Gründer mindestens 150 Euro einkalkulieren.

Büro/Computer

Um den Schriftverkehr, die Buchhaltung und Telefonate zu erledigen, benötigen Heizungsbauer keinen Büroraum. Daher genügen etwa 300 bis 500 Euro für Computer, Software und Telefon.

Geschäftsausstattung: Briefpapier, Logo und Visitenkarten

Selbstverständlich sollten Gründer immer auf ein einheitliches Auftreten achten, um sich einen Wiedererkennungswert zu erarbeiten. Visitenkarten, Geschäftspapier und ein Logo aus „einem Guss“ erstellt von einer Grafikagentur und einem Webdesigner tragen dazu bei. Dieser Posten ist mit mindestens 500 Euro zu berücksichtigen.

Lager/Werkstatt

Heizungsbauer führen meist alle Arbeiten vor Ort beim Kunden aus. Daher genügt ein kleines Lager, um Werkzeuge und Kleinteile sicher unterzubringen. Dessen Ausstattung mit Regalen kostet etwa 400 Euro.

Laufende Kosten

Die ständig wiederkehrenden Kosten sind bei der Gründungskalkulation zu berücksichtigen, denn zu Beginn gibt es keinen Zahlungseingänge, aber zum Teil bereits beträchtliche Ausgaben.

Auf der sicheren Seite ist, wer mindestens 3.000 Euro monatlich in die Gründungskalkulation einbezieht.

Mitgliedschaften

Als Handwerker muss der Heizungsbauer Mitglied in der örtlichen Handwerkskammer werden und sich auch bei der Berufsgenossenschaft anmelden. Wenn der Betrieb auch andere Arbeiten, wie Trockenbau anbietet, kann er auch zur Mitgliedschaft in der SoKa Bau verpflichtet sein. Dies sollten Gründer immer abklären, um hohe Nachforderungen auszuschließen.

Handwerkskammer
Da die regional zuständigen Kammern die Beiträge unterschiedlich kalkulieren, sind genaue Angaben über deren Höhe nicht möglich. In der Regel basieren die Beiträge auf dem Gewinn des drittvorangegangenen Jahres.

Neugründer können mit einem Erlass der Beiträge rechnen. Ab dem 3. Jahr betragen diese meist zwischen 120 und 350 Euro im Jahr.

Berufsgenossenschaft
Heizungsbauer müssen den Betrieb bei der Berufsgenossenschaft Holz und Metall anmelden. Beiträge fallen für die Versicherung, welche die Folgen von Berufsunfällen und Berufskrankheiten abdeckt nur an, wenn sich der Inhaber freiwillig versichert oder wenn er Arbeitsentgelte oder Ausbildungsvergütungen zahlen muss.

Da die Genossenschaft, die tatsächlich angefallenen Kosten entsprechend den Risiken und der Leistungsart aufteilt, ändert sich die Höhe der Beiträge häufig.

Innungen
Etwa die Hälfte der Heizungsbaubetriebe ist im Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) organisiert. Er untergliedert sich in 17 Fachverbände und annähernd 400 Innungen.

Mitgliedsbetriebe haben viele Vorteile, beispielsweise beim Einkauf von Werkzeugen oder einen vereinfachten Zugriff auf Datenblätter. Die Höhe der Beiträge richten sich nach unterschiedlichen Kriterien und wird von der jeweiligen Innung bestimmt.

Personal

Viele Arbeiten kann eine Person nicht alleine verrichten. Aus diesem Grund brauchen Heizungsbauer zumindest einen Minijobber, der ihnen bei Montagen zur Hand geht. Für Personal sind mindestens 600 Euro monatlich zu veranschlagen.

Fahrzeug

Selbst ein kaum genutztes Firmenfahrzeug verursacht jeden Monat Kosten. Besonders die Leasingraten sind ein nicht zu unterschätzender Posten.

Leasing
Das Leasingfahrzeug stellt der Leasinggeber gegen Gebühr zur Verfügung. Je nach Wert des Fahrzeugs und Höhe der Sonderzahlung, fallen monatlich zwischen 200 und 500 Euro an. Die Raten zählen im vollen Umfang zu den Betriebsausgaben.

Kraftstoff
Je größer der Umkreis ist, in dem der Heizungsbauer seine Dienste anbietet, umso höher sind die Kosten für den Kraftstoff. Er muss zumindest mit etwa 150 bis 300 Euro im Monat rechnen.

Kfz-Steuer
Das Finanzamt legt die Höhe der Kfz-Steuer nach komplizieren Regeln fest. Unter anderem berücksichtigt es den Tag der Erstzulassung, die Antriebsart und den CO2-Ausstoß.

Die Steuer ist ab dem Tag der Anmeldung für ein ganzes Jahr in Voraus zu entrichten. Gründer sollten den Posten mit 200 und 350 Euro pro Jahr veranschlagen.

Versicherung
Da wegen der Finanzierung des Autos eine Vollkaskoversicherung erforderlich ist, fallen relativ hohe Beiträge an. Generell gilt, dass die Gesellschaften ihr Angebot frei kalkulieren dürfen, daher sind große Unterschiede bei den Prämien und den Leistungen möglich.

Es lohnt, die Angebote zu vergleichen und auch Makler zu berücksichtigen, da diese oft sehr günstige Sonderkonditionen haben. Im Schnitt fallen Kosten von 700 bis 1.000 Euro im Jahr für die Autoversicherung an.

Verschleiß / Wartung
Reparaturkosten sind bei Neuwagen selten, da diese entweder über die Herstellergarantie oder die Vollkasko abgedeckt sind. Aber regelmäßige Zahlungsausgänge für Inspektionen, die vorgeschriebenen Haupt- und Abgasuntersuchungen sowie den Austausch von Verschleißteilen sind bei der Gründungskalkulation zu berücksichtigen. Dieser Posten ist mit 100 bis 400 Euro im Jahr anzusetzen.

Tipp: Full-Service-Leasing beinhaltet die wesentlichen Kfz-Kosten und ist oft nur wenig teurer als normales Leasing.

Versicherungen

Heizungsbauer sind Vollhandwerker und müssen daher eine Mindestaltersversorgung über die Handwerkerpflichtversicherung abschließen. Diese kostet je nach Region zwischen 390 und 480 Euro monatlich und zählt nicht zu den Betriebsausgaben.

Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist keine Pflicht, trotzdem sollte kein Heizungsbauer darauf verzichten. Eine Inhalts- und Ertragsausfallversicherung benötigt er nicht unbedingt, da kein wertvolles Inventar vorhanden ist. Für die betrieblichen Versicherungen sind 50 bis 100 Euro im Monat zu berücksichtigen.

Miete / Nebenkosten / Strom / Wasser / Telefon

Wenn der Heizungsbauer nur ein kleines Lager nutzt, reicht ein Betrag von 300 bis 400 Euro im Monat für Miete, Strom, Wasser und Telefon aus.

Marketing

Obwohl die Nachfrage sehr groß ist und daher eine gute Auftragslage gegeben ist, kann auch ein Heizungsbauer nicht auf das Marketing verzichten.

Webseite
Kein Betrieb darf auf eine gepflegte und suchmaschinenoptimierte Homepage verzichten. Auf dieser können die Leistungen und Alleinstellungsmerkmale des Betriebs ideal vorgestellt und präsentiert werden. Ein Kontaktformular für die Angebotseinholung und Beratung sollte auf keinen Fall fehlen.

Für die monatliche Pflege der Homepage sind etwa 30 bis 80 Euro monatlich einzukalkulieren. Es ist weiterhin zu überlegen, ob man für die Anfangsphase Adwords-Kampagnen aufsetzen lässt, die den Betrieb in den Suchmaschinen präsenter machen. Dieser Posten ist mit einem Budget von mindestens 150 Euro einzukalkulieren.

Werbung online
Das Internet bietet vielseitige Optionen, um für den Betrieb zu werben. Der Vorteil von Online-Werbung ist, dass sie recht reichweitenstark ist, wenn man sie richtig platziert. Gerade für eine Neugründung hat dies einen großen Vorteil. Der Großteil der Neukunden-Akquise lässt sich damit sozusagen automatisieren, denn heutzutage wird oft nach Handwerkern gegoogelt.

Handwerkerportale sind eine gute Möglichkeit, um neue Kunden und Aufträge für Heizungsinstallationen und Sonstiges zu gewinnen. Die Reichweite ist gut und der Betrieb lässt sich auf Portalen wie MyHammer gut präsentieren.

Werbung offline
Das Verteilen von Flyern lohnt eher weniger. Dafür sollten Heizungsbauer mit Architekten und Bauunternehmen Kontakt aufnehmen und Visitenkarten hinterlegen, um eventuelle Kooperationen ins Auge fassen zu können.

Für Online- und Offline-Werbung sind etwa 200 bis 500 Euro monatlich zu kalkulieren. Kostenlose Werbung kann der Heizungsbauer machen, wenn er auf den sozialen Netzwerken wie Facebook & Co. aktiv ist und dort seinen Kunden seine Arbeit und seinen Betrieb vorstellt und Arbeitsbeispiele sowie News zu seiner Branche einstellt. Eine solche Marketingmaßnahme lohnt sich für den Handwerker nur, wenn er entsprechenden Inhalt liefern kann und weiß, wie man Inhalte in den sozialen Medien gekonnt präsentiert.

Checkliste: Als Heizungsbauer selbständig machen

  1. Sind die fachlichen Voraussetzungen erfüllt? –> Meisterbrief
  2. Businessplan erstellen und Fördermittel beantragen
  3. Bei der Handwerkskammer melden
  4. Gewerbeanmeldung erledigen
  5. Bei der Berufsgenossenschaft anmelden
  6. Nachfrage bei der SoKa Bau, ob Mitgliedspflicht besteht
  7. Wenn gewünscht, Mitgliedschaft in einer Innung beantragen
  8. Computer und Software kaufen
  9. Auto, Werkzeug und Arbeitskleidung beschaffen
  10. Werbung für den Betrieb machen
  11. Aufträge annehmen und Termine bei den Kunden planen

Beschaffung

Günstige Bezugsquellen für Werkzeug und Kleidung nennen die Innungen und die Handwerkskammern. Das Auto muss nicht neu sein. Hersteller und Portale im Internet vermitteln günstige Fahrzeuge, die annähernd neuwertig sind und die aufgrund der geringeren Kosten den Start in die Selbständigkeit erleichtern.

Spezialisierungen im Heizungsbau

Um sich nicht zu verzetteln, sollten Gründer sich auf Teile des weiten Spektrums, das ein Heizungsbauer anbietet, beschränken. Er kann beispielsweise sich das nachträgliche Verlegen von Fußbodenheizungen beschränken, die Optimierung bestehender Heizanlagen oder den Austausch von Heizkesseln.

Kundendiensttechniker im Bereich Heizungsbau
Beim Kundendiensttechniker handelt es sich um eine Weiterbildung, die von den Handwerkskammern angeboten wird. Dabei spezialisiert sich der Heizungstechniker vor allem auf die Wartung von feuerungstechnischen Anlagen und Wärmepumpen.

Zertifizierungen
Der TÜV vergibt Qualitätssiegel, ebenso das „DIQP Deutsches Institut für Qualitätsstandards und -prüfung e. V.“ oder der „qih Qualität im Handwerk Fördergesellschaft mbH“. Solche Zertifikate sind immer hilfreich, um Kunden von der Qualität der eigenen Arbeit zu überzeugen.

Wer in erster Linie Heizungen warten und reparieren möchte, sollte sich von den Heizungsherstellern zu einem Kundendienst- und Servicetechniker zertifizieren lassen.


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