Das Handwerk des Glasers genießt in Deutschland ein hohes Ansehen. Wer sein Können in diesem Bereich strategisch klug einsetzen kann, wird in diesem Gewerk Erfolg haben. Denn grundsätzlich ist Glas ein moderner und unverzichtbarer Werkstoff, der sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt wird. Glaser bauen also mit einem Werkstoff, der sich großer Nachfrage erfreut und das in den verschiedensten Bereichen. Dennoch nimmt die Zahl
der Glasereien beständig ab. Laut Statista gab es zur Jahrtausendwende 4.834 Betrieb, 2017 waren es nur noch knapp über 4.000. Der Rückgang basiert zum Teil auf der starken Konkurrenz durch industrielle Fensterbauer. Dennoch ist das Handwerk zukunftsträchtig und es ist in den nächsten Jahren mit einer guten Auftragslage zu rechnen.

Die Konkurrenz- und Marktlage richtig einschätzen

Wer sich als Glaser selbstständig machen möchte, sollte nach Marktlücken suchen, die große Fensterbaubetriebe nicht abdecken können. Zuschnitte auf Maß, Gestaltungen mit Spiegeln oder Kunstverglasungen bieten ein weites Betätigungsfeld, in dem es wenig Mitbewerber gibt. Auch der Bau von Glasfassaden ist ein lohnendes Betätigungsfeld.

Wichtig für die Gründungsüberlegungen ist, das anvisierte Angebot klar definieren zu können. Glaser, die im Glasfassadenbau arbeiten wollen, haben andere Zielgruppen als Betriebe, die sich auf Reparaturen und Verschönerungen spezialisieren. Folgende Fragen sollte sich der Gründer bei seinem Gründungsvorhaben beantworten können:

  • In welchem Umkreis soll das Unternehmen agieren?
  • Welche Leistungen soll der Betrieb erbringen?
  • Wie viele Glaser in der Region bieten ein ähnliches Leistungsspektrum an?
  • Was ist das Alleinstellungsmerkmal des Betriebes?
  • Sollen Privat- oder Geschäftsleute mit dem Angebot anvisiert werden?
  • Welche Nachfrage besteht? (Recherche im Internet)

Natürlich spielt auch immer der persönliche Qualifikationshintergrund eine Rolle in Bezug auf die Ausrichtung des Betriebes. Und das Leistungsspektrum sollte sich immer auf die Zielgruppe und Nachfrage am gewählten Standort konzentrieren.

1. FACHLICHE VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE EXISTENZGRÜNDUNG ALS GLASER

Fachliche Voraussetzungen für eine Existenzgründung als Glaser

Für Glaser und die verwandten Berufe Glasbläser und Glasapparatebauer besteht Meisterpflicht.

Selbständige Glaser benötigen einen Meisterbrief
Beim Gewerk des Glasers handelt es sich um ein zulassungspflichtiges Handwerk, das in der Handwerksordnung in der Anlage A verzeichnet ist. Jeder der sich selbständig machen möchte, benötigt also einen Meisterbrief.

Natürlich haben auch Glaser die Option einen Betrieb mit Ausnahmeregelungen auch ohne Meisterbrief zu gründen.

Fensterbauer, die Fertigfenster montieren unterliegen dieser Pflicht nicht. Auch das Herstellen von Fenstern unterliegt meist anderen Regelungen. Dennoch ist es immer sinnvoll, den Meisterbrief in der Tasche zu haben, denn dies qualifiziert einen Betrieb und zeigt den Kunden, dass fachmännisches Wissen und Kompetenz vorhanden ist.

Gründungskosten für eine Glaserei

Der Kapitalbedarf für eine Gründung hängt vom Angebot des Betriebes ab. Ein Kunstglaser braucht relativ wenig Geld für die Gründung. Betriebe, die Fassaden verglasen, müssen eine große Investition tätigen. Der Businessplan hilft, die Höhe der benötigten Mittel festzustellen und ist für die Kapitalbeschaffung (Kredite, Fördermittel) erforderlich. Handwerkskammern, Innungen und freie Berater helfen bei dessen Erstellung.

Kosten für die Grundausstattung

Neben den Kosten für Fahrzeug und Werkstatt müssen angehende Glaser auch die laufenden Kosten berücksichtigen, da die ersten Zahlungseingänge erst nach Monaten zu erwarten sind. Ein Gründungskapital von mindestens 100.000 Euro ist von Vorteil.

Fahrzeug

Jede Glaserei benötigt mindesten zwei Firmenfahrzeuge. Der Gründer benötigt einen Pkw, um Kundenkontakte zu pflegen und Aufmaße zu nehmen. Für die Auslieferung ist ein Spezialfahrzeug notwendig, um das Glas sicher zu transportieren. Mit einem entsprechenden Aufbau kosten solche Fahrzeuge etwa 100.000 Euro. Natürlich sollte der Gründer die Autos leasen und nicht kaufen.

Leasing Sonderanzahlung
Generell gilt bei einer Gründung: Leasen ist vorteilhafter als Kaufen. Das Leasing schont als Finanzierungsinstrument die Liquidität und verbessert das Rating. Die zu Beginn fällige Sonderzahlung ist als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar.

Wichtig: Betriebe, die nicht bilanzierungspflichtig sind, dürfen die Sonderzahlung sofort in voller Höhe absetzen.

Üblicherweise beträgt die Einmalzahlung für einen Pkw 1.000 bis 5.000 Euro und für den Lkw 5.000 bis 10.000 Euro.

Folierung
Die Fahrzeuge sind eine ideale Werbefläche, die kein Gründer ungenutzt lassen sollte. Da es sich um Leasingwagen handelt, sollte die Beschriftung mittels entfernbarer Folien erfolgen. Spezialfirmen bringen Logo, Name und Anschrift des Betriebs schon ab etwa 150 Euro pro Fahrzeug an. Je aufwendiger die Folierung gestaltet sein soll, desto teurer wird die Folierung natürlich.

Werkzeug

Die Werkzeuge eines Glasers sind nicht teuer. Glasschneider, Positionierhilfen, Saugheber, Glaszangen und Poliermaschinen kosten höchstens 2.000 Euro für den Start.

Arbeitskleidung für Glaser

Glaser arbeiten in geheizten Räumen, sie benötigen daher keine Spezialkleidung. Für das Image des Betriebs ist aber eine einheitliche Kleidung mit Firmenlogo sinnvoll.

Oft muss der Glaser in einer unbequemen Stellung verharren, wie beispielsweise beim Verlegen von Glasmosaik. Arbeitskleidung aus Baumwolle und Polyester wird dem Komfort gerecht. Eine Bundjacke, Bundhose, Weste und Latzhose mit praktischen Taschen für Werkzeug und Verstärkung am Knie. Für die Arbeitskleidung sind pro Satz etwa 250 Euro zu veranschlagen.

Betriebe, die auch Fassadenverglasungen vornehmen, brauchen selbstverständlich auch Regenbekleidung. Für diesen Posten sind etwa 150 Euro pro Satz einzukalkulieren

Auf Sicherheit achten
Der Zuschnitt von Glas führt zu scharfen Kanten, auch können Splitter umherfliegen. Schutzbrille und Schnittschutzhandschuhe sind daher unentbehrlich. Für das Polieren der Kanten brauchen Glaser außerdem eine Feinstaubmaske.

Die persönliche Schutzausrüstung ist mit 50 bis 100 Euro in die Gründungskosten einzukalkulieren.

Büro/Computer

Glaser empfangen Kunden selten im Büro, eher in der Werkstatt. Aus diesem Grund reichen Telefon und Computer mit Software, um den anfallenden Schriftverkehr zu erledigen. 300 bis 500 Euro sind dafür in die Gründungskosten einzukalkulieren.

Geschäftsausstattung: Briefpapier, Logo und Visitenkarten

Gründer sollten von Anfang an auf einen professionellen seriösen Auftritt achten. Dazu gehören einheitliche Visitenkarten und Geschäftspapier, beides mit ein Logo versehen. Die Gestaltung übernimmt am besten eine Grafikagentur oder ein Webdesigner, damit das neue Unternehmen einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Viele Agenturen bieten vergünstigte Starterpakete für Gründer an. Mit mindestens 500 Euro für die Geschäftsausstattung ist zu rechnen.

Lager und Werkstatt

Glaser benötigen eine Vielzahl an großen Scheiben, die sie fachgerecht lagern müssen. Für den Zuschnitt ist ein großer Tisch erforderlich. Insgesamt ist eine Fläche von mindestens 100 Quadratmetern notwendig. Etwa 10.000 bis 15.000 Euro kostet die Einrichtung des Raumes. Er sollte repräsentativ gestaltet werden, weil hier üblicherweise auch Kundengespräche stattfinden.

Werbung

Um sich aus der Masse der Webseiten hervorzuheben, benötigt der Betrieb einen Internetauftritt, den am besten von einem Profi gestaltet wird. Ein Webdesigner verlangt für einen individuelle, suchmaschinenoptimierte und ansprechende Seite mindestens 1.000 Euro.

Laufende Kosten

Die Fahrzeuge und die Produktionsstätte führen zu hohen laufenden Kosten. Etwa 3.500 Euro monatlich für mindestens sechs Monate sind in der Gründungskalkulation zu berücksichtigen.

Betriebe, die Fassaden verglasen, kommen ohne Personal nicht aus, sie müssen daher mit mindestens 6.000 Euro pro Monat kalkulieren.

Mitgliedschaften

Glaser müssen Mitglied in der örtlichen Handwerkskammer und der Berufsgenossenschaft werden. Ferner sind sie als Vollhandwerker verpflichtet, der Handwerkerversicherung beizutreten.

Handwerkskammer
Da die Kammern regional eigenständig organisiert sind, gibt es keinen bundeseinheitlichen Tarif. Üblicherweise orientiert sich der Mitgliedsbeitrag am Gewinn des drittvorangegangenen Jahres.

Bis zu einem Gewinn von 20.000 Euro muss der Glaser nur einen Grundbeitrag von 120 bis 350 Euro jährlich entrichten. Darüber hinaus fallen 0,8 bis 1,2 Prozent des Gewinns an. Neugründer können in den ersten drei Jahren mit reduzierten Beiträgen rechnen.

Berufsgenossenschaft
Die für Glaser zuständige Berufsgenossenschaft ist die BG-BAU, auch wenn der Betrieb sich auf Glaserarbeiten außerhalb des Baugewerbes beschränkt. Es handelt sich um eine Versicherung, welche Folgen von Berufsunfällen und Berufskrankheiten abdeckt und Betriebe in Sicherheitsfragen berät.

Da der Beitrag eine Umlage der entstandenen Kosten ist, legt die Genossenschaft ihn regelmäßig neu fest. Er basiert auf der Bruttolohnsumme. Folglich müssen Betriebe, die keine Mitarbeiter beschäftigen, keine Zahlungen an die BG leisten.

Handwerkerpflichtversicherung
Die Rentenversicherung ist für selbstständige Vollhandwerker Pflicht. Sie müssen mindestens den Regelbeitrag von 579,39 Euro abführen. Nur in den ersten drei Kalenderjahren nach der Gründung ist lediglich der halbe Regelbeitrag also 289,70 Euro fällig. (Stand 2019)

Innungen
Der Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks ist der Dachverband der regionalen Glaserinnungen. Die Mitgliedschaft bringt viele Vorteile, wie beispielsweise Lösungen für fachspezifische Probleme, Weiterbildung, Sachverständigen-Qualifikation, technische Beratung im Institut des Glaserhandwerks, kostenlose Glasdickenberechnung und Nutzung der Stellen- und Betriebsbörse im Internet.

Für Gründer sind günstige Einkaufskonditionen bei Transporten und Pkws besonders interessant. Die Anschaffung beider Fahrzeuge verursacht die höchsten Kosten bei der Gründung.

Der Jahresbeitrag für den Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks bewegt sich in einem Rahmen von 120 bis 300 Euro.

Personal

Firmen, die Fassaden verglasen, benötigen grundsätzlich Mitarbeiter, da sich diese Arbeiten nicht alleine ausführen lassen. Ein Minijobber, der aufgrund des Mindestlohns etwa 35 Stunden im Monate arbeiten darf, kostet den Betrieb 530 Euro im Monat. Festangestellte sind bei Teilzeit mit mindestens 1.500 Euro anzusetzen. In der Startphase ist es sinnvoll erst einmal mit solchem Personal zu beginnen, anstatt gleich einen Mitarbeiter auf Vollzeit einzustellen, ohne zu wissen, wie sich die betriebliche Situation entwickelt.

Fahrzeug

Zwei Firmenfahrzeuge verursachen beträchtliche monatliche Kosten. Auch die Raumkosten sind nicht zu vernachlässigen.

Leasing
Für die beiden Fahrzeuge fallen monatlich mindestens 800 Euro an Leasingraten an. Je nach Fahrzeug können diese auch über 1.000 Euro betragen.

Kraftstoff
Etwa 150 bis 300 Euro für das betanken ist ein realistischer Schätzwert. Zu Beginn, wenn noch keine Glasteile ausgeliefert werden, fallen geringere Kosten an.

Kfz-Steuer
Ab dem Tag der Anmeldung verlangt das Finanzamt die Steuer für ein ganzes Jahr. Der Betrag hängt unter anderem vom Tag der Erstzulassung, der Antriebsart und dem CO2-Ausstoß ab. Für beide Fahrzeuge zusammen ist mit 400 bis 800 Euro jährlich für die Steuer zu kalkulieren.

Versicherung
Da Leasinggeber auf einem umfassenden Versicherungsschutz bestehen, können Gründer nie auf eine Vollkaskoversicherung verzichten. Dies bedeutet eine Jahresprämie von mindestens 1.500 Euro. Es lohnt, die Tarife der verschiedenen Gesellschaften zu vergleichen, denn in der Branche sind große Preis- und Leistungsunterschiede üblich.

Verschleiß / Wartung
Reparaturkosten sind bei Neuwagen nicht zu erwarten. Schäden sind entweder über die Herstellergarantie abgedeckt oder als Folge eine Schadensereignisses durch die Vollkasko.

Trotzdem sind 300 bis 600 Euro jährlich für die Werkstatt einzuplanen. Die vorgeschriebenen Haupt- und Abgasuntersuchungen, die Inspektionen und der Austausch von Verschleißteilen verursachen diese Kosten.

Versicherungen

Glaser benötigen einen Betriebshaftpflichtversicherung, welche die Folgen von Fehlern bei der Arbeit absichert. Auf eine Inhalts- und Ertragsausfallversicherung können sie in der Regel verzichten. Der Verlust der Autos ist über die Vollkaskoversicherung abgesichert. Die Ausstattung der Werkstatt zu versichern lohnt nur, wenn diese besonders hochwertig ist. Für die geschäftlichen Versicherungen sollten Gründer 50 bis 100 Euro im Monat einplanen.

Miete / Nebenkosten / Strom / Wasser / Telefon

Glaser sind auf große Räumlichkeiten, die sich in nicht zu abgelegen Gebieten befinden, angewiesen. Aus diesem Grund ist mit recht hohen Mieten zu rechnen. Inklusive Energieverbrauch und Telefon ist ein Betrag von 1.500 bis 2.500 Euro für die Raumkosten monatlich zu berücksichtigen.

Marketing

Nur wem es gelingt sein Leistungsspektrum potentiellen Kunden erfolgreich zu präsentieren, kann Erfolg haben. Ohne Werbung finden die Kunden den Betrieb nicht. Idealerweise besitzt der Glaser schon ein eigenes Netzwerk, sodass der Einstieg in die Branche nicht ganz so schwer fällt. Wer sich bereits einen Namen erarbeitet hat, wird auf dem Weg in die Selbständigkeit auf eine sichere Basis zurückgreifen können. Es ist wichtig, dass der Marketingmix möglichst breit aufgestellt ist, um die Bekanntheit und die Reichweite der Glaserei zu erhöhen.

Webseite
Ein suchmaschinenoptimierter Internetauftritt ist wichtig, denn für viele Kunden ist das Internet die erste Anlaufstelle, wenn es um die Suche nach einem geeigneten Handwerker geht.

Die Webseite dient der Information über das Angebot. Sie sollte unbedingt auch Referenzen enthalten, damit sich Interessenten ein Bild von den Leistungen des Unternehmens machen können. Auch ein Kontaktformular sollte vorhanden sein. Gute Agenturen erstellen eine ansprechende Webseite ab 1000 Euro. Ebenfalls sollte die monatliche Pflege der Homepage in die Kosten mit einbezogen werden. Hierfür sind je nach Aufwand nochmals 30 bis 100 Euro einzukalkulieren.

Werbung online
Gerade in der Gründungsphase ist eine gute Auffindbarkeit im Netz für den Glaser wichtig. Handwerkerportale wie MyHammer sind eine optimale Möglichkeit, sich im Netz als Betrieb zu etablieren und von der guten Reichweite und Auffindbarkeit zu profitieren, die diese Portale bieten. Hier kann sich der Betrieb mit Leistungsspektrum und Arbeitsbeispielen präsentieren und Aufträge annehmen.

Werbung offline
Welche weiteren Marketingmaßnahmen nötig sind, hängt vom Leistungsspektrum ab. Glaser, die sich eher künstlerisch betätigen, brauchen Kontakte zu Galerien und zu Firmen, die im Bereich des Denkmalschutzes tätig sind. Manches Gebäude braucht dringend eine neue Verglasung, die nur ein versierter Glaser anfertigen kann.

Regelmäßige Annoncen in regionalen Tageszeitungen sollten ebenso wenig fehlen
Wenn der Gründer Fassadenverglasungen anbietet, sollte er sich an Architekten wenden, die Großprojekt planen. Besonders in diesem Bereich ist ein aktives Marketing wichtig. Der Betrieb muss die Planer ansprechen und Flyer sowie Visitenkarten hinterlassen und regelmäßige Annoncen in Tageszeitungen sollten ebenfalls nicht fehlen.

Etwa 150 bis 300 Euro je Monat reichen in der Regel für die Drucksachen aus.

Checkliste: Als Glaser selbständig machen

  1. Sind die fachlichen Voraussetzungen erfüllt? -> Meisterbrief oder entsprechende Ausnahmeregelung
  2. Businessplan erstellen, um den Kapitalbedarf abzuschätzen, sowie die nötigen Mittel zu beschaffen
  3. Geeignete Räume suchen und Vorverträge anschließen
  4. Bei der Handwerkskammer melden
  5. Gewerbeanmeldung erledigen
  6. Betrieb bei der Berufsgenossenschaft anmelden
  7. Wenn gewünscht, Mitgliedschaft in Innung beantragen
  8. Fahrzeuge, Computer und Software kaufen
  9. Werkstattausstattung, Werkzeug und Arbeitskleidung beschaffen
  10. Werbung für den Betrieb machen
  11. Aufträge annehmen und Termine bei den Kunden planen

Beschaffung

Wie erwähnt, können Innungsmitglieder nahezu alles, was sie für den Betrieb benötigen günstiger beziehen. Für Gründer kann auch interessant sein eine bestehende Glaserei zu übernehmen. Hierbei helfen Handwerkskammern und Innungen.

Spezialisierungen

Neben der üblichen Spezialisierung auf Fenster- und Glasfassadenbau oder Verglasung und Glasbau, können Glaser auch im Bereich der Glasveredelung besondere Kenntnisse erwerben. Weitere Optionen sind Restaurationen von historischen Fenstern, Wärmeverglasungen oder der Bau von Butzenscheiben.

Zertifizierungen
Glasereien, die sich mit Verglasungen befassen, haben Vorteile, wenn sie Zertifikate aus dem Bereich Brandschutz, Energieeffizienz oder Einbruchschutz vorweisen können. Diese bekommen sie im Rahmen von Schulungen bei der Feuerwehr oder bei Herstellern entsprechender Produkte.

Firmen, die Glas im Innenbereich verbauen, sollten sich um Zertifikate bemühen, die auf eine besondere Qualifikation beim Bau von Duschen oder Glastüren hinweisen. Hier sind auch Belege über die Teilnahme von Seminaren über Befestigungstechnik (Über-Kopf-Verglasung, Glasgeländer) interessant.

Wer öffentliche Aufträge erhalten will braucht eine Präqualifikation. Diese stellen unabhängige Institute wie die Zertifizierung Bau GmbH oder der TÜV aus.


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