Das Handwerk des Fenster- und Glasfassadenbauers genießt ein gutes Image. Laut dem Verband Fenster und Fassade (VFF) befassen sich etwa 50.000 Betriebe in Deutschland mit dem Fensterbau, den ein Fenster- und Glasfassadenbauer als Spezialisierung in diesem Bereich anbietet. Natürlich gehören zu den Betrieben auch verschiedene Industriezweige, die Fertigfenster anbieten.

Da dieser Anzahl an Unternehmen ein Umsatz von 30 Milliarden Euro gegenübersteht und die Nachfrage nach Fenstern und Türen steigt, haben Existenzgründer guten Chancen erfolgreich zu sein. Die Baubranche boomt, die Konkurrenzlage ist jedoch ebenso nicht zu unterschätzen. Anpassungsfähigkeit lautet das Motto für die Zukunft

Die Konkurrenz- und Marktlage richtig einschätzen

Um auf dem Markt Fuß zu fassen, ist es sinnlos, sich in dem Marktsegment zu bewegen, das große Firmen abdecken, die Fertiglösungen anbieten. Kleinbetriebe müssen für Kunden Lösungen nach Maß bieten. Dieser Aspekt ist bei einer Standort- und Konkurrenzanalyse unbedingt zu beachten.

Der Konkurrenzdruck in dieser Branche ist hoch, deshalb sollte sich der Gründer vorab seiner eigenen Stärken und Schwächen bewusst sein. Folgende Fragen sollte er sich vor seiner Existenzgründung klar beantworten können:

  • Welche Leistungen können angeboten werden und was ist nicht möglich?
  • Wie sieht es bei anderen Fensterbauern der Region aus?
  • Welche Nachfrage besteht bei Altbausanierungen? (Neubau wird weitgehend von großen Unternehmen abgedeckt)
  • Durch welche Kooperationen wäre es möglich an Aufträge zu gelangen?

In den kommenden Jahren wird viel gebaut und saniert. Gerade im Bereich der energetischen Gebäudesanierung sind neue Fenster ein Beitrag für mehr Energieeffizienz. Kann der Gründer seine Kunden auch fachlich gut beraten?

Ebenfalls kann eine Nischenstrategie sinnvoll sein. Es lohnt sich darüber nachzudenken, ob der Gründer sich auf ein bestimmtes Material konzentriert. Beispielsweise kann der Bau von Wintergärten aus Glas mit zur Expertise des Fensterbauers gehören. Oder der Gründer fokussiert sich vermehrt auf die Instandhaltung von Fenstern oder eine innovative Wärmeverglasung, um sich als innovativer Partner für energetische Gebäudesanierung zu präsentieren. Eine Marktlücke mit relativ großer Nachfrage ist sinnvoll für einen erfolgreichen Start in die Selbständigkeit.

1. FACHLICHE VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE EXISTENZGRÜNDUNG ALS FENSTERBAUER

Fachliche Voraussetzungen für eine Existenzgründung als Fensterbauer

Wer sich im Bereich Fensterbau selbständig machen möchte, braucht vor allem ein technisches Verständnis sowie planerische Fähigkeiten.
Im Handwerksberuf des Fensterbauers wird mit Glas, Holz, Aluminium und Kunststoff gearbeitet. Der Fensterbauer muss seine Kunden bei der Planung kompetent beraten und den Fenstereinbau einwandfrei umsetzen können.
Fensterbauer dürfen auch ohne Meisterbrief selbständig sein
Regionale Bauvorschriften können bestimmte fachliche Bedingungen erfordern. In der Regel müssen Fensterbauer keine besondere Qualifikation nachweisen, um einen eigenen Betrieb zu gründen.

Da Kunden einem Meisterbetrieb mehr zutrauen, ist ein Meisterbrief von Vorteil. Neben Glasermeister, kommen auch Meister aus dem Bereich der Tischler, Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker oder der Metallbauer infrage. Auch eine Qualifikation als Kunststofffensterbauer ist sinnvoll, um vor den Kunden seriös und kompetent auftreten zu können.

Gründungskosten für die Selbständigkeit als Fensterbauer

Der Kapitalbedarf für einen Fensterbauer ist hoch. Ohne Werkstatt, einen hochwertigen Maschinenpark sowie ausreichend große Lagermöglichkeiten, kommt der Betrieb nicht aus.

Im Rahmen eines Businessplans, bei dessen Erstellung die Handwerkskammer oder ein freier Berater hilft, wird der genaue Kapitalbedarf ermittelt und auch die Beschaffung der finanziellen Mittel anvisiert. Ohne Kredite und Fördermittel kommen wenige Gründer in dieser Branche aus.

Kosten für die Grundausstattung

Gründer einer Fensterbaufirma müssen bedenken, dass es einige Zeit dauert, bis der Betrieb Kunden hat. Diese zahlen die Rechnung üblicherweise erst einige Monate nach der Fertigstellung. Aus diesem Grund sollte ein Kapital von mindestens 100.000 Euro zur Verfügung stehen, um auch erste Aufträge vorfinanzieren zu können.

Fahrzeug

Ein Fensterbauer braucht mindestens zwei Fahrzeuge: Einen Pkw, um Kundenkontakte zu pflegen und vor Ort auszumessen und ein Spezialfahrzeug, um die Fenster zu transportieren.
Dieses kostet meist über 100.000 Euro.

Beide Fahrzeuge sollten Gründer leasen oder in der Anfangszeit ihren Privatwagen für Besprechungstermine bei den Kunden nutzen, um Kosten zu sparen.

Leasing Sonderanzahlung
Generell gilt bei einer Gründung: Leasen ist vorteilhafter als Kaufen. Das Leasing schont als Finanzierungsinstrument die Liquidität und die Leasing Sonderzahlung ist als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar. Mehr dazu in unserem Artikel zur Grundausstattung eines Handwerksbetriebs. [Link zu /grundausstattung#Fahrzeuge]

Die Leasingsonderzahlung, die zu Beginn des Leasingverhältnisses anfällt, können Betriebe, die nicht bilanzierungspflichtig sind sofort in voller Höhe absetzen. Für den Pkw ist mit einem Betrag in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro zurechnen, für den Transporter mit 5.000 bis 10.000 Euro.

Folierung
Um den Betrieb bekannt zu machen, sollen Gründer die Fahrzeuge mit einer Beschriftung versehen lassen. Statt einer Lackierung ist es sinnvoller, wenn eine Spezialfirma Folien mit Logo, Namen und Anschrift anbringt. Das kostet meist ab 150 Euro pro Fahrzeug.

Werkzeug

Je nach dem Sortiment benötigen Fensterbauer unterschiedliche Werkzeuge. Für die Montage vor Ort beim Kunden, sind folgende Werkzeuge für die Grundausstattung notwendig:

  • Akkuschrauber
  • Akku-Ausdrückpistole
  • Handsägen
  • Trennschleifer
  • Kleinteile wie Stechbeitel, Messer und Abziehwerkzeug

Für die Grundausstattung an Werkzeug sind mindestens 1.000 Euro einzukalkulieren.

Arbeitskleidung für den Fensterbauer

Glas ist ein schwerer Baustoff, der besondere Anforderungen an die Arbeitskleidung mit sich bringt. Der Fensterbauer muss unter Umständen schwer tragen und unbequeme Positionen auf dem Boden einnehmen. Die Arbeitskleidung muss deshalb einiges aushalten können.

Meist ist eine Bundhose oder Latzhose die richtige Wahl, die mit funktionalen Poloshirts aus robustem und atmungsaktivem Material ergänzt wird. Bundjacken oder Arbeitsmäntel finden in der Werkstatt Anwendung.

Die Arbeitskleidung muss Komfort bieten können, robust sein und Schutz bieten können. Dazu ist Atmungsaktivität eine wichtige Voraussetzung ebenso wie ein intelligenter Schnitt. Die Kleidung muss abriebsicher sein und sollte auch für starke Beanspruchung gemacht sein. Einschübe und Verschlüsse sollten vorhanden sein.

Fensterbauer arbeiten sowohl in geheizten Räumen als auch im Freien. Eine funktionelle Kleidung besteht aus einem Overall oder eine Kombination sowie einer warmen wind- und regendichten Jacke. Das Logo des Fensterbauers sollte auf der Kleidung vorhanden sein, das hinterlässt einen guten Eindruck beim Kunden und strahlt ein gepflegtes Image aus.

Für die Arbeitskleidung für Fensterbauer sollte inklusive Firmenlogo etwa 300 bis 500 Euro einkalkuliert werden.

Auf Sicherheit achten
In der Werkstatt benötigen Fensterbauer meist eine Schutzbrille und Staubmasken sowie Arbeitshandschuhe und Stahlkappenschuhe.

Eine solche persönliche Schutzausrüstung bietet der Handel für 50 bis 100 Euro an.

Büro/Computer

Fensterbauer benötigen meist nur für Schriftverkehr, Buchhaltung und Telefonate ein Büro. Aus diesem Grund ist ein Büroraum selten notwendig, denn der Schreibtisch kann für den Start des Unternehmens auch zuhause eingerichtet werden.

Natürlich ist eine Telefonanlage und einen Computer mit Software unabdingbar, damit die Kommunikation mit dem Kunden und das Schreiben von Rechnungen reibungslos laufen kann.

Für die Büroausstattung sind 400 bis 800 Euro an Kosten einzukalkulieren.

Geschäftsausstattung: Briefpapier, Logo und Visitenkarten

Generell dienen einheitliche Visitenkarten, Geschäftspapier und ein Logo der Wiedererkennung des Unternehmens. Daher sollten Gründer von Anfang an eine Grafikagentur und einen Webdesigner beauftragen, um sich ein einheitliches Paket zusammenstellen zu lassen. Eine Geschäftsausstattung für Handwerksbetriebe kostet mindestens 500 Euro.

Lager

Fensterbauer produzieren die Fenster im Betrieb und müssen diese lagern, bis alle für einen Kunden bestimmten Produkte fertig sind. Ein größeres Lager mit passender Einrichtung, um die Fenster fachgerecht zu lagern, ist unverzichtbar. Für die Ausstattung des Lagers ist mit Kosten von 2.000 bis 5.000 Euro zu rechnen.

Werkstatt

Für die Produktion ist eine Werkstatt von über 100 Quadratmetern notwendig. Diese ist mit Sägen, Fräsen und Schleifmaschinen auszustatten. Dieser Posten schlägt bei der Grundausstattung mit Kosten von 5.000 bis 10.000 Euro zu Buche.

Werbung

Für die Kundengewinnung ist eine Webseite, die gut strukturiert ist und eine Übersicht über das angebotene Leistungsspektrum bietet, eine große Hilfe. Ebenfalls sollte ein Kontaktformular auf der Homepage vorhanden sein, damit es den Kunden leicht fällt mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten.

Ein Webdesigner erstellt eine individuelle und ansprechende Homepage für 500 bis 1.000 Euro, je nachdem wie umfassend die Webseite gestaltet werden soll.

Laufende Kosten

Bedingt durch die Fahrzeuge, die Produktionsstätte und die Tatsache, dass ein Fensterbauer auch zu Beginn Personal benötigt, sind die laufenden Kosten für einen Fensterbaubetrieb relativ hoch.

Gründer sollten mindestens 3.500 Euro im Monat in die Gründungskalkulation einbeziehen.

Mitgliedschaften

Generell ist eine Mitgliedschaft in der örtlichen Handwerkskammer und der Berufsgenossenschaft vorgeschrieben.

Handwerkskammer
Die Kammern sind regional zuständig und berechnen die Mitgliedsbeiträge unterschiedlich. Meist ist der Gewinn des drittvorangegangenen Jahres ausschlaggebend für die Höhe der Beiträge.

Als Neugründer ist meist ein Beitragserlass oder eine Reduzierung möglich. Ab dem dritten Jahr fallen in der Regel 120 bis 350 Euro Jahresbeitrag für die Handwerkskammer an.

Berufsgenossenschaft
Für Fensterbauer ist die BG BAU -Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft zuständig. Es handelt sich um eine Versicherung, welche die Folgen von Berufsunfällen und Berufskrankheiten trägt sowie die Betriebe in Sicherheitsfragen berät. Die Berufsgenossenschaft deckt das Risiko von Berufsunfällen sowie Berufskrankheiten ab und hilft, die Sicherheit des Betriebs zu verbessern.

Die Höhe der Beiträge richten sich nach den Gefahren und den Bruttolöhnen. Da die Genossenschaften die tatsächlich angefallenen Kosten umlegt, werden die Parameter laufend verändert.

Innungen
Im Verband Fenster und Fassade (VFF), der führenden Organisation, welche die Interessen der Fensterbauer vertritt, sind 350 Betriebe Mitglied. Der Verband untergliedert sich unter anderem in die Fachverbände Holz-Metall und AK Stahl/Edelstahl. Die Beiträge richten sich nach unterschiedlichen Kriterien.

Personal

Die Herstellung und Montage von Fenstern, ist meist nicht ohne Helfer möglich. Daher ist zumindest eine Hilfskraft in der Kalkulation der laufenden Kosten zu berücksichtigen.

Fahrzeuge

Die beiden Firmenfahrzeuge verursachen beträchtliche monatliche Kosten, auch wenn sie ungenutzt sind. Daher ist zu überlegen, ob die Kundentermine für Besprechungen zunächst mit dem Privatwagen erledigt werden.

Leasing
Leasingfahrzeuge stellt der Leasinggeber zur Verfügung, dafür sind monatlich Leasingraten zu zahlen. Diese verringern als Betriebsausgaben den Gewinn und reduzieren die Steuerlast.

Gründer müssen für diesen Posten 800 bis 12.000 Euro veranschlagen, da sich die Höhe der Raten an den Anschaffungskosten orientiert und der Lkw sehr teuer ist.

Kraftstoff
Die Kraftstoffkosten sind schwer einzuschätzen, da sie von der Fahrleistung abhängen. Kosten zwischen 150 Euro und 500 Euro sind realistisch.

Kfz-Steuer
Die Kfz-Steuer ist ab dem Tag der Anmeldung für ein ganzes Jahr fällig. Ihre Höhe hängt von vielen Faktoren ab. Unter anderem ist der Tag der Erstzulassung, die Antriebsart und der CO2-Ausstoß von Bedeutung.

Für beide Fahrzeuge zusammen können jährliche Kosten zwischen 400 und 800 Euro anfallen.

Versicherung
Eine Vollkaskoversicherung ist teuer, aber notwendig. Die Leasinggeber bestehen darauf und sie schützt den Gründer vor den Folgen eines Fahrzeugverlusts. Außerdem sollte die Haftpflichtversicherung eine möglichst hohe Deckensumme aufweisen.

Generell kalkulieren die Versicherungen nach eigenem Ermessen. Aus diesem Grund lohnt es sich Angebote bei verschiedenen Gesellschaften und bei Versicherungsmaklern einzuholen.

Für Lkw und Pkw ist zusammen mit einem Jahresbeitrag in Höhe von mindestens 1.500 Euro zu rechnen.

Verschleiß / Wartung
Je neuwertiger die Fahrzeuge sind, umso geringer sind die Reparaturkosten. Außerdem schützen Vollkasko und Herstellergarantie vor hohen unerwarteten Ausgaben für die Werkstatt.

Es fallen meist nur Ausgaben in Höhe von 300 bis 600 Euro im Jahr für die vorgeschriebene Haupt- und Abgasuntersuchungen, die Inspektionen sowie den Austausch von Verschleißteilen an.

Tipp: Ein Full-Service-Leasing kostet mehr als normales Leasing, dafür übernimmt der Leasinggeber die Werkstattkosten und meist auch die Versicherung.

Versicherungen

Wenn der Fensterbauer sich als Vollhandwerker (Meisterpflicht) selbstständig macht, muss er eine Mindestaltersversorgung über die Handwerkerpflichtversicherung abschließen. Dies kostet je nach Region zwischen 390 und 480 Euro.

Selbstverständlich brauchen alle Fensterbauer eine Betriebshaftpflichtversicherung sowie eine Inhalts- und Ertragsausfallversicherung. Diese ist zwar nicht vorgeschrieben, aber sehr wichtig, um die wesentlichen Risiken des Betriebs abzudecken. Hierfür sind mindestens 50 bis 100 Euro im Monat einzuplanen.

Miete / Nebenkosten / Strom / Wasser / Telefon

Bedingt durch die großen Räumlichkeiten und den hohen Energieverbrauch der Maschinen, müssen Gründer etwa 1.500 bis 2500 Euro für diesen Posten einkalkulieren.

Marketing

Der lukrative Markt ist hart umkämpft. Kleinbetriebe können preislich im Wettbewerb mit großen Industriebetrieben, die Fenster anbieten, nicht mithalten. Sie müssen Ihr Marketing daher auf das Angebot individueller Dienstleistungen ausrichten. Auch die Suche nach Kooperationspartnern ist sinnvoll. Mögliche Partner sind Bauunternehmen für den Innenausbau und Wohnungsbaugesellschaften. Ein großes Netzwerk ist während der Existenzgründung auf alle Fälle hilfreich.

Webseite
Die Homepage informiert über das Angebot und sollte regelmäßig durch Referenzen ergänzt werden. Dies verbessert auch das Ranking in den Suchmaschinen.

Für die regelmäßige Pflege und die Annoncen in Suchmaschinen sind etwa 50 bis 150 Euro im Monat einzuplanen, je nachdem wie groß der Aufwand ist.

Werbung online
Neben der eigenen Homepage ist die Präsenz auf Handwerkerportalen wie MyHammer sinnvoll. Die Portale bieten eine gute Reichweite in den Suchmaschinen, sodass der Fensterbauer in seiner Region gefunden wird, wenn ein Kunde im Netz nach einem kompetenten Ansprechpartner sucht. Gerade in der Startphase ist eine gute Auffindbarkeit in den Suchmaschinen besonders wichtig.

Werbung offline
Gründer in der Fensterbaubranche sollten sich auf die Sanierung von Altbauten spezialisieren, insbesondere auf die Anfertigung von Fenstern, die sich beispielsweise für den Einbau in denkmalgeschützte Gebäude eignen. Um diesen Dienst bekannt zu machen, bietet es sich an mit Sanierungsbetrieben und Architekten in Kontakt zu treten. Visitenarten und kleine Broschüren helfen, in Erinnerung zu bleiben. In den ersten Monaten sind hierfür 500 bis 1000 Euro einzuplanen.

Checkliste: Als Fensterbauer selbständig machen

  1. Sind die fachlichen Voraussetzungen erfüllt, um eine Nische im Fensterbau auszufüllen?
  2. Businessplan erstellen und Fördermittel beantragen.
  3. Geeignete Räume sichern.
  4. Bei der Handwerkskammer melden
  5. Gewerbeanmeldung erledigen
  6. Bei der Berufsgenossenschaft anmelden
  7. Wenn gewünscht, Mitgliedschaft im Fachverband beantragen
  8. Computer und Software für die Kommunikation mit den Kunden kaufen
  9. Werkstattausstattung, Werkzeug und Arbeitskleidung beschaffen
  10. Werbung für den Betrieb machen
  11. Aufträge annehmen und Termine bei den Kunden planen

Beschaffung

Die Innungen und die Handwerkskammern nennen meist günstige Bezugsquellen. Dort bekommen Gründer auch Informationen, ob ein Betrieb sein Inventar veräußert. Eventuell ergibt sich auch die Übernahme einer bestehenden Firma.

Spezialisierungen im Bereich Fensterbau

Schon während seiner Ausbildung spezialisiert sich der Gründer auf Glasfassaden oder den Fensterbau. Als Fensterbauer ist er zuständig für den Bau und Einbau von Fenstern und Türen. Er übernimmt die passgenaue Fertigung von Fenstern aus unterschiedlichen Materialien und in den verschiedensten Bauarten.

Wärmedämmung und Denkmalschutz von Fenstern
Grundlegende Kenntnisse über Wärmedämmung und Denkmalschutz sind von Vorteil. Denn moderne Fenster müssen hohe Ansprüche in Sachen Wärmedämmung und Energieeffizienz erfüllen.

Fenster nach Vorgaben sanieren
Auch eine Spezialisierung, um alte Fenster aufzurüsten ist eine gute Option. Manchmal sind beim Einbau von Fenstern Schallschutz- oder Brandschutzvorgaben zu beachten. Auch im Bereich Denkmalschutz lohnt es sich, Expertenwissen zu haben.

Einbruchschutz
Eine große Nachfrage besteht im Bereich Einbruchschutz. Dies ist ebenfalls eine sinnvolle Spezialisierung.

Durchführung von Glasreparaturen und Veredelung von Glasflächen
Der Betrieb kann sich auch auf die Reparatur von Glas oder das Veredeln von Glasflächen spezialisieren, die Nachfrage ist vorhanden.

Zertifizierungen
Die Innungen und verschiedene Institute bieten unterschiedliche Zertifizierungen an, die besonders für Markteinsteiger hilfreich sind.

Das RAL-Gütezeichen zeigt, dass die Qualität der Rahmen unabhängig überwacht wird. Das Unternehmen unterwirft sich freiwillig einer strengen Kontrolle und genau festgelegten Prüfbestimmungen.

Eine Zertifizierung nach ISO 9001 belegt das interne Qualitätsmanagementsystem. Es steht in erster Linie für gleichbleibende Qualität.

Unternehmen, die den Fokus auf mehr Sicherheit an den Fenstern legen, sollten ihre Produkt gemäß Einbruchhemmung nach RC2 zertifizieren lassen. Wenn der Schwerpunkt auf der energetischen Sanierung liegt, ist ein Zertifikat der Fenster als Passivhaus-Komponente interessant.


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