Wasser ist wertvoll und der Beruf des Brunnenbauers ist bereits ein sehr altes Handwerk, dennoch ist der Brunnenbauer gefragter denn je. Generell erschließen Brunnenbauer unterirdische Wasservorräte im privaten und gewerblichen Bereich. Aber sie Errichten auch Pumpwerke oder verlegen Rohrleitungen. Heute erfolgen Bohrungen nicht nur um an Wasser zu gelangen, sondern auch zur Gewinnung von Wärme und zum Zweck der Baugrunduntersuchung.

Das Statistisches Bundesamt zählte im Jahr 2015 nahezu 2.500 Betriebe, die sich mit dem Rohrleitungs- und Brunnenbau befassten. Auffallend war, dass etwa 16 Prozent der Beschäftigten älter als 55 Jahre waren. Insgesamt ist daher von einem Mangel an qualifizierten Brunnenbauern auszugehen, da sich das Arbeitsfeld ständig erweitert.

Die Konkurrenz- und Marktlage richtig einschätzen

Brunnenbauer sollten sich zunächst entscheiden, mit welchem Kapitaleinsatz sie in den Markt einsteigen wollen. Wer sich auf kleinere Brunnen und Bohrungen im Privatbereich beschränkt, kann als Ein-Mann-Betrieb mit wenige Equipment in die Selbstständigkeit starten. Betriebe, die Großprojekte im Industriebereich oder für eine städtische Wasserversorgung planen, benötigen deutlich mehr Kapital.

Für Gründer bietet sich in der Regel die erste Variante an. Generell ist die Wahl des Standorts von größter Bedeutung, da es große regionale Unterschiede gibt. Dies betrifft die Lage des Grundwassers, die Bodenbeschaffenheit und rechtliche Rahmenbedingungen. Wichtig ist, dass ein Brunnenbauer vor der Gründung und der Auswahl des richtigen Standortes diese Fragen beantworten kann:

  • Sind in der Region private Brunnen erlaubt?
  • Gibt es Grundstücke, die noch nicht ans öffentliche Wassernetz angeschlossen sind?
  • Gibt es Beschränkungen im Hinblick auf Erdbohrungen?
  • In welcher Tiefe liegt das Grundwasser?
  • Wie viele Betriebe bieten das geplante Leistungsspektrum an?
  • Welcher Bedarf ist vorhanden? (Erdwärmeheizungen, Gartenbewässerung, Bodengrundbeurteilung vor einem Neubau)

Aus einigen dieser Fragen geht schon hervor, dass sich der Gründer viele Gedanken über den richtigen Standort machen sollte. Besonders auf dem Land kann es Orte geben, die noch nicht an das öffentliche Wassernetz angeschlossen sind. Es ist lohnenswert, sich nach solchen Standorten umzusehen, denn wenn Baugrundstücke an das öffentliche Wassernetz angeschlossen werden sollen, gibt es für Brunnenbauer viel zu tun. Deshalb sollten der Standort und der mögliche Aktionsradius genauestens analysiert werden.

Fachliche Voraussetzungen für eine Existenzgründung als Brunnenbauer

Der Aufgabenbereich des Brunnenbauers ist vielfältig und mit einem hohen Risiko behaftet. Aus gutem Grund handelt es sich um eine geschützte Berufsbezeichnung.

Für selbständige Brunnenbauer herrscht Meisterpflicht
Beim Brunnenbauer handelt es sich um ein zulassungspflichtiges Gewerbe, das in der Handwerksordnung Anlage A verzeichnet ist. Voraussetzung für die Selbständigkeit ist also der Meistertitel. Nur In Ausnahmefällen ist es möglich, den Betrieb auch ohne eigenen Meisterbrief zu gründen.

Kosten der Betriebsgründung

Selbst wenn es möglich ware aus eigenen Mitteln einen Betrieb gründen, sollte kein Gründer auf einen detaillierte Businessplan verzichten. Er ist eine ausgezeichnete Hilfe, um zu erkennen, ob sich die Gründung lohnt. Außerdem erleichtern Fördermittel immer den Start. Bei der Planung helfen die Handwerkskammern oder Finanzberater.

Kosten für die Grundausstattung

Wie bereits erwähnt, hängen die Kosten einer Existenzgründung vom geplanten Leistungsspektrum ab. Wer sich zunächst auf Aufträge aus dem privaten Bereich beschränkt benötigt etwa 30.000 Euro. Darin ist ein finanzielles Polster für die ersten Monate, bis die ersten Zahlungen eingehen, einkalkuliert.

Fahrzeug

Brunnenbauer benötigen einen etwas größeren Firmenwagen, um mit der Ausrüstung zum Einsatzort zu gelangen. Ein Kleinkastenwagen, wie ein VW Caddy, ein Peugeot Partner, ein Citroen Berlingo oder ein Opel Combo reichen völlig aus.

Leasing Sonderanzahlung
Generell gilt bei einer Gründung: Leasen ist vorteilhafter als Kaufen. Das Leasing schont als Finanzierungsinstrument die Liquidität und die Leasing Sonderzahlung ist als Betriebsausgabe steuerlich absetzbar. Mehr dazu in unserem Artikel zur Grundausstattung eines Handwerksbetriebs. [Link zu /grundausstattung#Fahrzeuge]

Bei der Sonderzahlung handelt es sich um eine Einmalzahlung zu Beginn des Leasingverhältnisse. Sie hängt vom Modell, der Automarke und auch von der Bonität des Leasingnehmers ab. Eine hohe Sonderzahlung ist für Unternehmen, die der Einnahmen-Überschussrechnung unterliegen, sehr interessant, denn diese können die Summe in voller Höhe sofort als Betriebsausgabe absetzen. Damit senken Sie die Steuerlast im Anschaffungsjahr.

Die Höhe dieser Anzahlung liegt für Fahrzeuge in der erwähnten Größenordnung zwischen 1.000 und 5.000 Euro.

Fahrzeugeinrichtung / Innenausbau
Um das Innere des Fahrzeugs vor Schäden zu bewahren, sollten Brunnenbauer sich Schalen anschaffen, in denen Sie da Bohrgerät ablegen. Der Erhaltungszustand ist bei Leasingfahrzeugen extrem wichtig. Wenn das Auto stärker abgenutzt ist als beim Abschuss des Vertrages angenommen, sind oft hohe Nachzahlungen bei der Rückgabe des Wagens fällig.

Spezialschalen und Module, in denen der Brunnenbauer sein Werkzeug unterbringen kann, kosten etwa 1.000 bis 1.500 Euro.

Folierung
Das Firmenfahrzeug steht bei jeder Auftragsausführung in der Nähe der Bohrstelle. Ein ideales Aushängeschild für den Betrieb, wenn auf dem Fahrzeug zu erkennen ist, um welche Firma es sich handelt.

Ideal sind Folien, mit aufgedrucktem Logo, Name, Anschrift und Telefonnummer des Unternehmens, die an den Türen angebracht sind. Eine professionelle Gestaltung gibt es bei einigen Anbietern als Gründerpaket schon ab 150 Euro.

Werkzeug

Für einen Erdbohrer mit Verrohrung und Spülanlage sind etwa 10.000 Euro zu veranschlagen. Brunnenspitze, Rohrleitung, Pumpe und das Material, um den Brunnen fertig zu stellen, bezahlen die jeweiligen Auftraggeber.

Weiterhin fällt kleinteiliges Werkzeug für den Brunnenbohrer an, er sollte also mit etwa 10.500 Euro an Kosten für das Werkzeug kalkulieren.

Arbeitskleidung für Brunnenbauer

Die Arbeit des Brunnenbauers findet bei fast jedem Wetter im Freien statt. Aus diesem Grund braucht er Kleidung, die vor Sonne, Regen und Kälte schützt. Eine dicke Winterkleidung ist nicht nötig, denn bei Frost lässt sich kein Brunnen bohren.

In der Regel reicht ein doppelter Satz Arbeitshosen, Shirts und Arbeitsjacke aus. Dies komplettiert eine Mütze mit Schild und eine winddichte Regenjacke, die durch ein herausnehmbares Futter auch vor Kälte schützt.

Für professionelle Arbeitskleidung sollte der Brunnenbauer etwa 1.000 Euro in den Gründungskosten ansetzen.

Büro/Computer

Brunnenbauer benötigen ein Telefon und einen Computer, um mit Kunden in Kontakt zu treten. Mit dieser Ausrüstung können sie auch Angebote und Rechnungen schreiben und einen Brunnen planen.

Ein Büroraum ist nicht notwendig, da Brunnenbauer meist keine Kunden im Betrieb empfangen. Die bedeutet, dass für diese Position etwat 300 bis 500 Euro ausreichen.

Geschäftsausstattung: Briefpapier, Logo und Visitenkarten

An der Geschäftsausstattung sollten Gründer nicht sparen, denn Visitenkarten und Geschäftspapier vermitteln den ersten Eindruck, den das Unternehmen beim Kunden hinterlässt.

Statt sich Logo und Papier selbst zu gestalten, sollten Gründer sich an eine Grafikagentur oder einen Webdesigner wenden, die alles aus einer Hand erstellen. Viele Agenturen bieten günstige Starterpakete ab etwa 500 Euro für ein einheitliches Auftreten des Betriebes an.

Lager und Werkstatt

Da der Brunnenbauer ausschließlich vor Ort beim Kunden arbeitet, reicht eine etwas größere Garage, um das Equipment unterzustellen. Eine spezielle Einrichtung ist nicht notwendig.

Laufende Kosten

Die Rechnung eines Brunnenbauers zahlen die Kunden in der Regel sofort, aber natürlich braucht es einige Zeit, bis die ersten Aufträge eingehen. Daher gehören auch die laufenden Kosten der ersten sechs Monate mit in die Gründungskalkulation.

Mitgliedschaften

Brunnenbauer müssen Mitglied der örtlich zuständigen Handwerkskammer, der SoKa Bau (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft) und der Berufsgenossenschaft werden.

Handwerkskammer
Ein Kammerbeitrag von 120 bis 350 Euro pro Jahr fällt an, sofern der Gewinn unter 20.000 Euro liegt. Gründer, die als Einzelunternehmen starten, bekommen in der Regel Vergünstigungen.

Genauere Angaben sind nicht möglich, da die örtlichen Handwerkskammern die Beiträge unterschiedlich kalkulieren.

Sozialkasse der Bauwirtschaft
In die Kasse zahlen nur Betriebe ein, die Mitarbeiter beschäftigen, denn die Beiträge sind an die Bruttolohnsumme gekoppelt und vom Bundesland, in dem der Betrieb ansässig ist, abhängig. 19 beziehungsweise 22 Prozent der Löhne fallen für gewerbliche Arbeitnehmer an, für Angestellte sind je nach Tätigkeit und Region zwischen 20 Euro und 80 Euro pro Monat zu entrichten.

Berufsgenossenschaft
Auch die Beiträge für die BG BAU – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft sind von der Bruttolohnsummer abhängig. Da die Genossenschaft die tatsächlich entstandenen Kosten umlegt, schwanken die Beiträge erheblich im Lauf der Jahre. Bei der Umlage berücksichtigt die BG das Risiko der Tätigkeit und die Art der entstandenen Kosten.

Innungen
Die örtlichen Innungen der Brunnenbauer gehören auf Bundesebene dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe an, in dem insgesamt 35.000 mittelständische inhabergeführte Bauunternehmen organisiert sind.

Eine Mitgliedschaft in einer Innung bietet Einkaufsvorteile, rechtliche Beratung und Vermittlung, wenn es zu Streitigkeiten mit Kunden kommt.

Gründer sollten 300 bis 500 Euro pro Jahr als Innungsbeitrag einkalkulieren, denn Kunden vertrauen Innungsbetrieben mehr Fachkompetenz zu.

Personal

Kleinaufträge können Brunnenbauer zwar ohne Personal erledigen, aber in der Praxis ist es sinnvoll einen Minijobber bei der Auftragsabwicklung mit einzubeziehen.

Mit Abgaben bedeutet dies monatlich eine Belastung von etwa 530 Euro. Aufgrund des Mindestlohns im Baugewerbe heißt dies, dass der Arbeiter 30 bis 38 Stunden im Monat für den Betrag zur Verfügung steht.

Tipp: Für größere Projekte sollten mehrere Unternehmer eine Kooperation bilden.

Fahrzeug

Regelmäßige Zahlungen fallen für die Leasingraten, Kraftstoff, Steuer und Versicherung an. Auch die Kosten für die Wartung sind zu berücksichtigen.

Leasing
An die Leasinggesellschaft sind regelmäßig Raten für das Fahrzeug zu zahlen. Diese mindern den Gewinn und damit die Steuerlast.

Abhängig vom Wert des Fahrzeugs, der Bonität des Betriebs und der Höhe der Sonderzahlung beträgt die Höhe der Raten 200 bis 500 Euro.

Kraftstoff
Die monatliche Fahrleistung bestimmt die Kosten für den Kraftstoff. Gründer sollten 100 bis 300 Euro einplanen. In der Regel fallen zu Beginn mehr Fahrten an, da eine intensive Akquise notwendig ist.

Kfz-Steuer
Das Finanzamt erhebt die Kraftfahrzeugsteuer ab dem Tag der Anmeldung für ein Jahr. Die Höhe der Steuer orientiert sich an Faktoren wie Erstzulassung, Antriebsart (Diesel, Benzin, Elektro) und am CO2-Ausstoß.

Für einen Pkws (Benzinmotor) mit Zulassung ab dem 1. Juli 2009 sind zwei Euro pro angefangene 100 Kubikmeter Hubraum zu bezahlen. Außerdem fallen zwei Euro für den CO2-Ausstoß pro Gramm und Kilometer an. Grob geschätzt ist mit Kosten von 200 bis 350 Euro pro Jahr für die Kfz-Steuer zu rechnen.

Versicherung
Da das Fahrzeug geleast ist, müssen Gründer außer einer Haftpflichtversicherung auch eine Vollkaskoversicherung abschließen. Die Gesellschaften kalkulieren die Beiträge unterschiedlich, daher sind große Preisspannen üblich.

Übrigens: Versicherungsmakler bekommen häufig Sonderrabatte und können daher besonders günstige Tarife anbieten.

Im Schnitt ist mit einem Versicherungsbeitrag von 700 bis 1.000 Euro für die Versicherungen zu rechnen.

Verschleiß / Wartung
Die vorgeschriebenen Haupt- und Abgasuntersuchungen sowie der Austausch von Verschleißteilen und die Wartung führen zu regelmäßigen Ausgaben. Reparaturkosten fallen meist nicht an, da die Hersteller auf Neuwagen Garantie geben und die Vollkasko die meisten übrigen Schäden am Fahrzeug abdeckt. Je nach Fahrleistung und Fahrzeugtyp sind Kosten von 100 bis 200 Euro jährlich eine realistische Einschätzung.

Tipp: Es lohnt, bei der Leasinggesellschaften nach Full-Service-Leasing zu fragen. Dieses Modell deckt meist alle anfallenden Kosten mit den Leasingraten ab.

Notwendige Versicherungen für Brunnenbauer

Durch eine falsche Bohrung können extrem große Schäden entstehen. Aus diesem Grund brauchen Brunnenbauer eine Betriebshaftpflichtversicherung. Diese ist aufgrund des Risikos recht teuer, aber unverzichtbar. Zusammen mit einer Inhalts- und Ertragsausfallversicherung ist monatlichen Kosten von 90 bis 200 Euro zu rechnen.

Hinweis: Als Vollhandwerker müssen Brunnenbauer über die Handwerkerversicherung eine Minderaltersversorgung sichern. Ab 1.1.2019 beträgt der Regelbeitrag 579,39 Euro. Für die ersten drei Kalenderjahre nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit fällt lediglich der halbe Regelbeitrag in Höhe von 289,70 monatlich an.

Miete / Nebenkosten / Strom / Wasser / Telefon

Brunnenbauer benötigen kaum Räumlichkeiten. Sie müssen daher monatliche Kosten von 300 bis 600 Euro für Mieten, Energie-, Wasser- und Telefonkosten in ihre Gründungskalkulation mit einbeziehen.

Marketing

Um in den Markt als Gründer im Bereich Brunnenbau einzudringen und sich zu etablieren, ist ein aufwendiges Marketing nötig.

Webseite
Neukunden suchen häufig im Internet nach einem Brunnenbauer. Eine aussagekräftige und suchmaschinenoptimierte Webseite, die über die Leistungen informiert, ist sinnvoll. Die regelmäßige Pflege der Seite übernehmen Agenturen ab 30 bis 80 Euro pro Monat, je nachdem wie aufwendig die Pflege ist.

Werbung online
In der Anfangszeit wird die eigene Homepage in den Suchmaschinen nicht gut auffindbar sein, da sich der Betrieb erst einen Namen machen muss und auch die Suchmaschinen-Optimierung ihre Zeit braucht, bis sie einen Erfolg zeigt.

Gerade für Gründer lohnt es sich deshalb, sich auf Handwerkerportalen wie MyHammer anzumelden und sich als Betrieb zu präsentieren und das Leistungsspektrum anzugeben. Dank der guten Reichweite wird der Betrieb leicht gefunden, wenn ein potentieller Kunde im Netz nach Brunnenbau in seiner Nähe sucht. Hier gibt es auch die Möglichkeit mit guten Referenzen zu punkten und von Auftraggebern angeschrieben zu werden, beziehungsweise sich auf einen Auftrag zu bewerben.

Werbung offline
Visitenkarten und Flyer sind das Handwerkszeug beim Kontakt zu Bauträgern, Heizungsbauern und Gartenbesitzern. Bauunternehmen benötigen häufig eine Bodenuntersuchung und Heizungsbauer, die Wärmepumpen installieren, führen Erdbohrungen selten selbst durch.

Neu auf dem Markt erscheinende Brunnenbauer sollten sich diesem Kundenkreis zuwenden und in persönlichen Gesprächen ihre Leistungen vorstellen.

Für Online- und Offline-Marketing sind in der Anfangszeit 250 bis 400 Euro monatlich einzuplanen.

Checkliste: Als Brunnenbauer selbständig machen

  1. Sind die fachlichen Voraussetzungen erfüllt? -> Meisterpflicht
  2. Reicht das Gründungskapital für den Start? Über die Größenordnung entscheiden, Businessplan erstellen, um Gründungszuschuss und Darlehen zu bekommen.
  3. Bei der Handwerkskammer melden
  4. Gewerbeanmeldung erledigen
  5. Bei SoKa-Bau und der Berufsgenossenschaft anmelden
  6. Wenn gewünscht, Mitgliedschaft in der örtlich zuständigen Innung beantragen
  7. Computer und Software anschaffen
  8. Arbeitsmaterial und Arbeitskleidung beschaffen
  9. Werbung für den Betrieb mache
  10. Aufträge annehmen und Termine bei den Kunden planen

Beschaffung des Materials

Gründer haben oft die Option eine gebrauchte Ausstattung zu erwerben. Handwerkskammer und Innung können helfen, entsprechende Kontakt zu knüpfen.

Spezialisierungen

Brunnenbauer müssen nicht das gesamte Leistungsspektrum anbieten. Sie können sich darauf beschränken, Bohrungen vorzunehmen, um den Baugrund zu untersuchen. Dies ist ideal, wenn in der Region, in welcher die Niederlassung geplant ist das Grundwasser sehr tief liegt oder Bohrungen nur bis zu einer geringen Tiefe erlaubt sind.

Auch die Brunnenreinigung kann zu einem Spezialgebiet werden, das viele Aufträge generieren kann. Hier kommt es aber mehr denn je auf die richtige Standortwahl an, wenn der Brunnenbauer den Schwerpunkt seines Arbeitsgebietes darauf legen will.

Zertifizierungen
Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) hat Regeln für den Brunnenbau erstellt. Eine neutrale Qualifizierung nach W 120-1 Brunnenbau oder W 120-2 Geothermie ist möglich und beweist die Qualität der Arbeiten eines Betriebes.


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